Handwerkspräsident fordert neue Kommission
Dittrich drängt auf Entlastung bei Sozialabgaben

Handwerkspräsident: Die viel zu hohen Lohnzusatzkosten müssen runter. | Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Handwerkspräsident: Die viel zu hohen Lohnzusatzkosten müssen runter.
  • Foto: Michael Kappeler/dpa
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

Berlin (dpa/ak) – Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat die Bundesregierung aufgefordert, eine Kommission einzusetzen, die sich gezielt mit der finanziellen Entlastung von Beschäftigten und Betrieben befasst. Die bisherigen Reformen reichten nicht aus, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks der Deutschen Presse-Agentur. Die Lohnzusatzkosten seien zu hoch, ihre Reduzierung überfällig.

Dittrich verwies auf die Rentenkommission, deren Vorschläge nach seiner Einschätzung ausgewogen gewesen seien und breite Zustimmung gefunden hätten. Wenn die Koalition dieses Instrument nutze, müsse sie nun eine weitere Kommission einsetzen, die die Belastungen der Wirtschaft in den Blick nehme. Das jüngste Sparpaket im Gesundheitsbereich habe zwar die Ausgaben stabilisiert, lasse aber keinen Spielraum für Entlastungen.

Nach Dittrichs Worten würde eine Senkung der Lohnzusatzkosten sowohl die Wettbewerbsfähigkeit stärken als auch den Binnenmarkt beleben. Reine Umverteilung helfe nicht weiter, sagte er. Betriebe und Beschäftigte bräuchten mehr Mittel, um investieren und konsumieren zu können. Die Bundesregierung verweise zwar auf fehlende finanzielle Spielräume, doch ohne Kurswechsel drohe Deutschland wirtschaftlich zurückzufallen.

Der Handwerkspräsident zeichnete ein ernüchterndes Bild der Lage. Die wirtschaftlichen Daten zeigten eine Verschlechterung, Reformen kämen in den Betrieben nicht an. Im Zentralverband gingen zunehmend besorgte und teils verbitterte Rückmeldungen ein, weil sich die schwache Entwicklung in den Auftragsbüchern niederschlage. Die Insolvenzzahlen stiegen, einzelne Bereiche wie der Hochbau stünden massiv unter Druck. Seit Jahresbeginn sei die Umsatzentwicklung im Gesamthandwerk preisbereinigt negativ.

Für 2025 rechnet der Verband mit 73.000 weniger Arbeitsplätzen als im Vorjahr. Der demografische Wandel spiele dabei eine Rolle, doch bei einer robusten Konjunktur hätten Meisterinnen und Meister Möglichkeiten gegenzusteuern – etwa durch die Übernahme von Beschäftigten aus Branchen, die sich im Umbruch befinden. Dittrich hält daher weitere Reformen für unausweichlich.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

Webseite von Arthur Kreklau
Arthur Kreklau auf Facebook
Arthur Kreklau auf Instagram
Arthur Kreklau auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

27 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.