Google preferred Source So kannst du beeinflussen, mehr von marktspiegel.de in deinen Suchergebnissen zu sehen.

Rückkehr nach der Räumung
Einigung nach Massenprotesten gegen Wohnungsnot

Die Demonstranten forderten Gerechtigkeit für die 87-Jährige. | Foto: Matteo Secci/ZUMA Press Wire/dpa
  • Die Demonstranten forderten Gerechtigkeit für die 87-Jährige.
  • Foto: Matteo Secci/ZUMA Press Wire/dpa
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

MADRID (dpa/ak) – Die Zwangsräumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal hatte am Wochenende Zehntausende auf die Straßen der spanischen Hauptstadt gebracht. Nun deutet sich eine Lösung an: Vertreter der Seniorin einigten sich mit dem Immobilienunternehmen, dem das Gebäude gehört, auf neue Mietbedingungen. Abascal soll in ihre Wohnung im Stadtteil Retiro zurückkehren dürfen – zu einer Miete, die ungefähr dem bisherigen Betrag entspricht, rund 500 Euro inklusive Nebenkosten und Hausgeld. Ihre endgültige Zustimmung steht noch aus, wie „El País“ berichtet.

Der Fall hatte eine breite Debatte über die Wohnungsnot in Spanien ausgelöst. Unter dem Motto „Ni una Maricarmen más“ forderten Demonstrierende stärkeren Schutz vor Zwangsräumungen, Maßnahmen gegen steigende Mieten und eine klare Begrenzung von Wohnraum als Renditeobjekt. Auch die Mieterrechte sollten nach ihrem Willen deutlich gestärkt werden.

Abascal war 1956 mit ihren Eltern in die Wohnung gezogen und hatte später den Mietvertrag übernommen. Nach dem Verkauf des Gebäudes erklärten die neuen Eigentümer den alten Vertrag für ungültig und setzten vor Gericht ihre Position durch. Mehrere Räumungsversuche scheiterten zunächst am Widerstand von Unterstützern. Am vergangenen Mittwoch holten Polizisten die Seniorin schließlich aus der Wohnung und brachten sie in ein Krankenhaus.

Die Proteste richteten sich gegen die linke Zentralregierung von Pedro Sánchez ebenso wie gegen konservative Regionalregierungen, darunter jene von Isabel Díaz Ayuso in Madrid. Kritisiert wurden fehlende langfristige Mietverträge, unzureichender Schutz vor Räumungen und ein Mietmarkt, der für viele unbezahlbar geworden ist.

Unter dem Eindruck der Demonstrationen arbeitet die Regierung nun an einem neuen Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik, das am Dienstag im Ministerrat verabschiedet werden soll. Vorgesehen sind unter anderem strengere Regeln gegen Zwangsräumungen. Für die nötige Mehrheit verhandelt die Regierung derzeit mit mehreren Parteien.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

Webseite von Arthur Kreklau
Arthur Kreklau auf Facebook
Arthur Kreklau auf Instagram
Arthur Kreklau auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

27 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.