Mondfinsternis
Wo ist das Spektakel zu sehen?
- Foto: © Thomas Warnack/dpa (Archivbild)
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MÜNCHEN (dpa/mue) - Erst vor zwei Wochen war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Wer sich nach dem nächsten Spektakel am Himmel sehnt, hat heuer großes Glück: Schon diesen Freitag kommt es zu einer teilweisen Mondfinsternis.
Dabei schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen allerdings nur 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein. Deshalb bleibt das besonders beeindruckende Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Himmelskörper tiefrot einfärbt, aus.
Die letzte totale Mondfinsternis ereignete sich Anfang September des vergangenen Jahres; damals war es Abend. Wer die partielle Verdeckung heuer beobachten möchte, muss früh dran sein – und den richtigen Ort wählen.
Wann verfinstert sich der Mond?
Am frühen Freitagmorgen. Der sichtbare Schatten ist ab 4.33 Uhr zu sehen, um 6.12 Uhr erreicht das Ganze seinen Höhepunkt. Wie lange das Phänomen zu beobachten ist, hängt vom Standort ab. In München geht der Mond um 6.32 Uhr unter – je weiter westlich, desto später.
Wo kann man die Finsternis beobachten?
Am besten lässt sich der Mond an einem dunklen Platz mit freier Sicht nach Westen beobachten, also im besten Fall ohne Bäume oder Gebäude am Horizont. Vorteilhaft sind außerdem erhöhte Plätze – entweder natürliche Anhöhen oder Gebäude. Die Volkssternwarte in München öffnet ihre Pforten am Freitagmorgen für eine Sonderveranstaltung, die Tickets sind online allerdings bereits nicht mehr zu kaufen.
Gerade in Bayern empfehlen sich zudem sogenannte Dark-Sky-Orte als Beobachtungsbasen: Die Winklmoos‑Alm in den Chiemgauer Alpen bietet auf rund 1.200 Meter Höhe einen ungestörten 360‑Grad-Blick. Ebenfalls besonders lohnend ist die Rhön, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat (Bayern, Hessen, Thüringen), das seit 2014 als International Dark Sky Reserve gilt – bei klarem Nachthimmel bietet der Ort meist optimale Bedingungen. Ebenfalls gute Sicht bieten der Dillberg (Oberpfalz) sowie der Rothsee (Mittelfranken).
Welchen Einfluss hat das Wetter?
Nur wenn der westliche Himmel nicht von Wolken oder Schleiern betroffen ist, gibt es freie Sicht auf den Mond. Das lässt sich nicht ganz zuverlässig vorhersagen. Zumindest am Vorabend sollten Interessenten noch einmal den Wetterbericht prüfen.
Welches Zubehör ist sinnvoll?
Eine Verdunkelungsbrille wie bei der Sonnenfinsternis braucht es nicht, dafür ist das vom Mond reflektierte Sonnenlicht zu schwach. Die Finsternis ist gut mit bloßem Auge zu sehen. Durch die sogenannte Mondtäuschung sieht der tiefstehende Mond dabei außerdem besonders groß aus.
Hobbyfotografen können ihre Teleobjektive bereithalten, um den verdeckten Mond festzuhalten; mit Smartphones sind natürlich ebenfalls Fotos möglich. Weil das Bild insgesamt allerdings dunkel geraten dürfte, verlängert die Foto-Software häufig die Belichtungszeit, und die Folge können verwackelte Bilder sein. Abhilfe schafft hier zum Beispiel ein Stativ.
Wann gibt's die nächste Mondfinsternis?
Am 31. Dezember 2028 gibt es erneut eine vollständige Mondfinsternis. Die tritt dann allerdings wieder am Abend ein.
Autor:Uwe Müller aus Nürnberg |
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