Sucht hat viele Gesichter
Präventionsausstellung "Einfach menschlich" am Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau

v.l.n.r. Frau Hacker, Lehrkraft, Frau Banck, Lehrkraft, Herr Soldner, Teamleiter Markt und Gesundheit AOK Bayern, Frau von Hennigs, Verein Suchtprävention und Genesung e.V., Herr Haschberger, Verein Suchtprävention und Genesung e.V., Frau Hettich, Psychologisches Beratungszentrum Diakoneo, Herr Weihermann, Diakonisches Werk Ansbach e.V., Herr Werner, Blaues Kreuz Ansbach e.V., Frau Croner, Regionalleitung Mittelfranken Berufliche Schulen, Herr Welte, Prokurist Diakoneo Education gGmbH, Herr Schmoll, 1. Bürgermeister Gemeinde Neuendettelsau, Herr Finocchiaro, Psychologisches Beratungszentrum Diakoneo bei der Auftaktveranstaltung zur Suchtausstellung „Einfach menschlich“ | Foto: AOK Bayern, Jana Förth
  • v.l.n.r. Frau Hacker, Lehrkraft, Frau Banck, Lehrkraft, Herr Soldner, Teamleiter Markt und Gesundheit AOK Bayern, Frau von Hennigs, Verein Suchtprävention und Genesung e.V., Herr Haschberger, Verein Suchtprävention und Genesung e.V., Frau Hettich, Psychologisches Beratungszentrum Diakoneo, Herr Weihermann, Diakonisches Werk Ansbach e.V., Herr Werner, Blaues Kreuz Ansbach e.V., Frau Croner, Regionalleitung Mittelfranken Berufliche Schulen, Herr Welte, Prokurist Diakoneo Education gGmbH, Herr Schmoll, 1. Bürgermeister Gemeinde Neuendettelsau, Herr Finocchiaro, Psychologisches Beratungszentrum Diakoneo bei der Auftaktveranstaltung zur Suchtausstellung „Einfach menschlich“
  • Foto: AOK Bayern, Jana Förth
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Die interaktive Wanderausstellung „Einfach menschlich“ zum Thema Sucht ermöglicht ihren Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Blick in die verschiedenen Ausdrucksformen und Zusammenhänge süchtigen Verhaltens. Dem Beruflichen Schulzentrum in Neuendettelsau (BSZ) ist es gelungen, zusammen mit der AOK Bayern als Partner dieser Ausstellung, den Besuch für die Schülerinnen, Schüler und Studierenden des BSZ vom 2. bis 20. März möglich zu machen. Die Ausstellung kann nach Terminvereinbarung auch von Gruppen besichtigt werden. Am 18. März ist außerdem ein Besuch von 17 bis 19 Uhr ohne Anmeldung möglich.

Schon der Name der Ausstellung macht deutlich, dass nicht Verbote und der erhobene Zeigefinger im Vordergrund stehen. Die Besucherinnen und Besucher sollen vielmehr während des Ausstellungsbesuchs erleben, wie die verschiedenen Wege in süchtiges Verhalten aussehen können. Dabei wird grundsätzlich von einem weit gefassten Suchtbegriff ausgegangen, der süchtiges Verhalten nicht nur im Kontext von harten Drogen oder von Alltagsdrogen wie Alkohol problematisiert, stattdessen haben Suchtproblematiken wie Spiel-, Computersucht, wie Ess- oder Kaufsucht eine gleichrangige Bedeutung in dieser Ausstellung. Zum Besuch der vielen Ausstellungsstationen gehören vielfältige Sachinformationen zum Thema Sucht, vor allem aber auch die Möglichkeit, während des Ausstellungsbesuchs aktiv eigenes Verhalten zu hinterfragen. Eine begehbare Suchtspirale mit immer enger werdenden Wegen lässt erleben, wie beklemmend Sucht ist und wie schwer der Ausweg zu finden ist. Ehemalige Süchtige erzählen von ihrem Weg in den Teufelskreis, aber auch davon, wie man wieder herausfindet.

„Einfach menschlich“ tourt seit mehr als 25 Jahren erfolgreich durch Deutschland. Der in vielfältigen Rückmeldungen überzeugend dokumentierte Erfolg dieser Präventionsmaßnahme gründet sich nicht nur auf das einmalige Präsentationskonzept, sondern vor allem auch darauf, dass die Besucher in der Ausstellung nicht alleine gelassen werden. Die Möglichkeiten zu individuellen Gesprächen wie zu Gruppengesprächen sind fester Bestandteil des Konzeptes, welches der Regensburger Verein Suchtprävention und Genesung e.V. entwickelt hat. Die AOK Bayern engagiert sich für Gesundheitsförderung und Prävention an Berufsschulen und übernimmt die Kosten für die Durchführung des Projektes am Beruflichen Schulzentrum in Neuendettelsau.

Zum menschlichen Leben kann immer auch ein süchtiges Verhalten gehören. Dieses Verhalten ist erklärbar, aber auch veränderbar. Die Ausstellung „Einfach menschlich“ macht genau dies auf beeindruckende Weise deutlich.

Autor:

Jana Förth aus Bayern

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