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Ausstellung im Palais Stutterheim
100 Jahre Meisterrecht der Hauswirtschaft

Die DHB Ausstellung ist in der Stadtbibliothek Erlangen zu sehen. | Foto: kunstpalais.de
  • Die DHB Ausstellung ist in der Stadtbibliothek Erlangen zu sehen.
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ERLANGEN (pm/ak) – Als Frauen um die Wende zum 20. Jahrhundert noch von jeder Berufsbildung ausgeschlossen waren, begann ein Kampf um Gleichberechtigung, der auch die Hauswirtschaft nachhaltig veränderte. Die neue Ausstellung des DHB Netzwerk Haushalt in der Stadtbibliothek Erlangen im Palais Stutterheim zeichnet diesen Weg nach – von den frühen Forderungen nach Anerkennung bis zu den heutigen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft.

1915 gründete sich der Deutsche Hausfrauenbund und erreichte, dass der Beruf der Hauswirtschafterin in die Handwerkerrolle aufgenommen wurde. Zehn Jahre später erhielten die ersten Meisterinnen ihren Meisterbrief und konnten fortan selbstständig arbeiten, ausbilden und Prüfungen abnehmen. Es war ein entscheidender Schritt hin zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit. 1935 löste sich der Verband aus Protest gegen die Vereinnahmung durch das NS‑Regime auf – ein ungewöhnlich mutiger Akt in einer Zeit zunehmender Gleichschaltung.

Die Ausstellung in der Stadtbibliothek Erlangen zeigt mit großer Detailtreue die Entwicklung der professionellen Hauswirtschaft. Historische Dokumente und Exponate führen von den frühen Ausbildungswegen bis zu aktuellen Fragen wie Klimazielen, Pflegekräften und Altersarmut. Gleichzeitig wird sichtbar, wie breit das Spektrum hauswirtschaftlicher Dienstleistungen heute ist und welche beruflichen Chancen sich daraus ergeben. Die Nachfrage nach qualifizierter Unterstützung wächst, nicht zuletzt durch den demografischen Wandel.

Zur Vernissage am 15. Oktober 2026 um 19 Uhr lädt der DHB Netzwerk Haushalt in die Stadtbibliothek Erlangen im Palais Stutterheim ein. Die Schau ist bis zum 30. November zu sehen, wöchentliche Kuratorenführungen begleiten das Programm. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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