Pokalaus im Ronhof
Fürth rennt vergeblich an
- Viel Kampf im Ronhof, leider vergebens
- Foto: Daniel Karmann/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (Klaus Bergmann/dpa/) – Im Ronhof bot sich den Zuschauern erst spät das Bild eines echten Pokalduells. Die SpVgg Greuther Fürth stemmte sich mit aller Kraft gegen das drohende Aus, kam nach einem wuchtigen Kopfballtreffer von Maxim Dal zwar noch einmal heran, doch das 1:2 gegen den VfL Bochum ließ sich nicht mehr drehen.
Eine Woche nach dem Derbyfrust gegen Nürnberg standen die Fürther erneut ratlos vor ihrer Kurve. Kapitän Felix Klaus brachte die Lage nüchtern auf den Punkt: Bochum traf zweimal, Fürth nur einmal. Die Gäste agierten abgeklärt, verteidigten kompakt und nutzten ihre Chancen. Christian Rasmussen traf nach 25 Minuten, Philipp Hofmann erhöhte in der 64. Minute – sein abgefälschter Schuss senkte sich in hohem Bogen ins Tor, ein Treffer, den Trainer Heiko Vogel später als „Casino-Glück“ bezeichnete.
Fürth hatte zuvor und danach reichlich Gelegenheiten. Klaus scheiterte in der 29. Minute an VfL-Torwart Timo Horn, später drängte das Kleeblatt mit Macht, als Bochum nach einer Verletzung nur noch zu zehnt spielte. Doch trotz 22:6 Torschüssen und 11:1 Ecken blieb der Ertrag mager. Vogel haderte zusätzlich mit einem aus seiner Sicht klaren Handspiel in der Nachspielzeit, das ungeahndet blieb.
Mittelfeldspieler Paul Will sprach von einer „auffälligen Art“, wie die Gegentore fallen. Das 0:1 entstand nach einem unnötigen Ballverlust im Aufbau, das zweite Tor durch Hofmann wirkte wie ein Produkt des Zufalls. Viel Aufwand, zu wenig Wirkung – dieses Fazit zog sich bereits durch die Vorwoche.
In der letzten Szene bot sich noch einmal eine Chance: Dennis Srbeny zog in der Nachspielzeit ab, doch der Ball flog über das Tor. Fürth wartet damit weiter auf den ersten Saisonsieg. Ballbesitz war reichlich vorhanden, der Punch fehlte.
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