Fürth reist ohne Druck nach Bochum
Vogel erwartet ein hartes Auswärtsspiel
- Heiko Vogel: Das Heimspiel gegen Darmstadt war «kein Kamillentee.» (Archivbild)
- Foto: Daniel Löb/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (dpa/ak) – Die SpVgg Greuther Fürth geht mit einer klaren Haltung in das nächste Duell im Abstiegskampf. Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim VfL Bochum betonte Trainer Heiko Vogel, dass er sich weder von der eigenen noch von der gegnerischen Drucksituation leiten lassen wolle. Entscheidend seien allein die Dinge, „die wir beeinflussen können“, sagte er. Die Ausgangslage ist eng: Mit 33 Punkten liegen die Fürther nur drei Zähler hinter dem VfL.
Der späte 3:2‑Erfolg gegen Darmstadt hat dem Team zuletzt Rückenwind gegeben. Vogel sprach von einem Spiel, das „kein Kamillentee“ gewesen sei – ein Hinweis auf die Nervenstärke, die seine Mannschaft in der Schlussphase gezeigt hatte. Nun wartet in Bochum erneut eine anspruchsvolle Aufgabe. Für den Coach ist die 2. Bundesliga eine „unglaublich harte Liga“ mit hoher Leistungsdichte, in der jeder Gegner ein „harter Brocken“ sei.
Bochum selbst steckt nach einer 0:2‑Niederlage gegen Dresden in einer schwierigen Phase. Die Mannschaft hat in den vergangenen fünf Spielen nur vier Punkte geholt und steht unter Zugzwang. Fürth reist dagegen mit einer ordentlichen Formbilanz an: Sieben Punkte aus den letzten fünf Partien haben das Kleeblatt auf Rang 14 gebracht. Dennoch bleibt die Auswärtsbilanz ausbaufähig, und mit bislang 63 Gegentoren stellt Fürth die schwächste Defensive der Liga.
Trotzdem sieht Vogel keinen Grund, sich von der Tabellenkonstellation verrückt machen zu lassen. Wer morgens aufstehe und nur an Druck denke, könne sich kaum verbessern, sagte er. Seine Mannschaft soll konzentriert bleiben und das abrufen, was zuletzt funktioniert hat. Dass die Liga eng beieinanderliegt, macht die Aufgabe nicht leichter – aber auch nicht aussichtslos.
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