Trotz Schneechaos rollten die Busse weiter
OB Jung dankt Fürths Fahrpersonal
- Blumen und ein ganz großes Dankeschön von Oberbürgermeister Thomas Jung (Mitte) an Leyla Hock und Stilianos Sarvanidis stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen. Sie sorgen dafür, dass der ÖPNV in Fürth bei Umfragen immer Spitzenwerte einfährt.
- Foto: Ebersberger/Stadt Fürth
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (pm/ak) – Als Leyla Hock zwei Tage nach dem heftigen Schneefall über ihre Schichten spricht, klingt noch immer ein Rest Anspannung mit. Die Busfahrerin der infra erinnert sich an ungewöhnlich fordernde Stunden, in denen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen am Montag und Dienstag gegen die winterlichen Bedingungen ankämpften – und dennoch dafür sorgten, dass der öffentliche Nahverkehr in Fürth weitgehend funktionierte.
Zweimal blieb Hock mit ihrem Solobus der Linie 189 in den Schneemassen stecken. Beide Male gelang es ihr, sich dank ihrer mehr als 15-jährigen Berufserfahrung selbst zu befreien. Besonders schwierig sei es an den Haltestellen gewesen, erzählt sie. Dort türmten sich die Schneeberge, und vor allem ältere Fahrgäste hatten große Mühe beim Ein- und Aussteigen. Umso mehr berührte sie, dass sich an diesen Tagen jeder einzelne Fahrgast beim Ausstieg für die sichere Fahrt bedankte – eine Erfahrung, die sie so noch nie gemacht habe.
Auch aus dem Rathaus kam Anerkennung. Oberbürgermeister Thomas Jung hob hervor, dass der Busverkehr in Fürth weiterlief, während er in anderen Städten zeitweise komplett zum Erliegen kam. Das sei ein Verdienst des engagierten Fahrpersonals und der guten Vorbereitung.
Bei der infra wurde bereits in den frühen Morgenstunden abgewogen, ob und wie der Betrieb aufrechterhalten werden könne. Johannes Schuster, Leiter des Busbetriebs, betont, dass der Räumdienst der Stadt Fürth entscheidend gewesen sei, um viele Linien überhaupt bedienen zu können. Zunächst schickte man ausschließlich Solobusse auf die Strecke, erst im Laufe des Tages folgten schrittweise die Gelenkbusse.
Trotz anfänglicher Verspätungen und vereinzelter Ausfälle gelang es, einen Großteil der Fahrten durchzuführen. Für Schuster steht fest, dass dabei ein Grundsatz nie zur Disposition stand: die Sicherheit der Fahrgäste.
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