Prof. Wambach macht Mut - Zweites Ludwig-Erhard-Gespräch im LEZ

Evi Kurz, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, begrüßte im Ludwig-Erhard-Zentrum Prof. Achim Wambach (rechts), Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), und Dr. Helmuth Ludwig, CIO Siemens AG, zum zweiten Ludwig-Erhard-Gespräch.
  • Evi Kurz, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus, begrüßte im Ludwig-Erhard-Zentrum Prof. Achim Wambach (rechts), Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), und Dr. Helmuth Ludwig, CIO Siemens AG, zum zweiten Ludwig-Erhard-Gespräch.
  • Foto: Udo Dreier
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

FÜRTH (pm/ak) - Nach Siemens-Chef Joe Kaeser stellte sich in der zweiten Ausgabe des Ludwig-Erhard-Gesprächs Prof. Achim Wambach den Fragen von Dr. Helmuth Ludwig, der als CIO bei der Siemens AG die gesamte IT-Strategie verantwortet.

„Digitaler Wohlstand für alle. Ein Update der Sozialen Marktwirtschaft ist möglich“. Das formuliert Prof. Achim Wambach so in seinem gleichnamigen Buch. In einem sehr lebhaften Vortrag veranschaulichte er die von der Digitalisierung angetriebene volkswirtschaftliche Entwicklung und die damit einhergehenden Veränderungen.
So charakterisierten, unter anderem, der faire Wettbewerb, Preise für Waren und Dienstleistungen, und der Besitz von Privateigentum die soziale Marktwirtschaft zu Zeiten von Ludwig Erhard. Diese werden jedoch mittlerweile von monopolistischen Branchen-Giganten, Daten als Zahlungsmittel und einer ausgeprägten Sharing-Economy abgelöst. Mit diesem Wandel gehen sehr viele Effekte einher, für die erst noch passende Regelungen geschaffen werden müssen.
So konnten früher Preisabsprachen zwischen Unternehmen geahndet werden. Wenn heute Algorithmen vollautomatisch Preisanpassungen mit dem Effekt einer Absprache vornehmen, ist eine Strafverfolgung nicht mehr ganz so einfach.
Der Grad in dem die Digitalisierung in Deutschland in manchen Sektoren hinterher hängt lässt sich beispielsweise an der Verwendung von Fax-Geräten ablesen. Branchen, die noch mit dieser Technik arbeiten, haben einen großen Rückstand aufzuholen. In Deutschland sind, mit weitem Abstand, die meisten Fax-Geräte in Arzt-Praxen in Gebrauch.
Mit den Herausforderungen einer zunehmend digitalen Wirtschaft tun sich kleine und mittelständische Unternehmen am schwersten. Prof. Wambach kann sich hier sehr gut Info-Hubs vorstellen, die ihnen unterstützend zur Seite stehen.

Er machte insbesondere im Dialog mit Dr. Ludwig deutlich dass man sich vor dem digitalen Wandel nicht zu fürchten brauche da im Arbeitsmarkt gerade in Deutschland durch die sehr gute Aus- und Weiterbildung ein hohes Qualifikationsniveau herrscht.
Jeder kann den eigenen Beruf im Internet daraufhin überprüfen, wie stark er von der Automatisierung durch Maschinen und Algorithmen bedroht ist.
Hierfür einfach mal nach dem „Futuromat“ googeln.
Der Mega-Trend „Internet der Dinge“ bietet völlig neue Chancen für die Zukunft. Hier haben auch Unternehmen aus Deutschland die Chance, zu den Branchen-Riesen aufzuschließen.

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