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Alte Eichen bleiben stehen
Wege weichen für den Naturschutz

Hitze und Trockenheit haben etlichen Eichen zugesetzt. | Foto: Norbert Rosing
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  • Hitze und Trockenheit haben etlichen Eichen zugesetzt.
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ZIRNDORF (pm/ak) – Anfang November beginnen umfangreiche Forst- und Wegearbeiten auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg im Landkreis Fürth. Die gemeinnützige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, nutzt die Gelegenheit nicht nur zur Instandsetzung von Wegdecken und Freistellung von Wegrändern, sondern auch zum dauerhaften Rückbau zweier Wegabschnitte in Richtung des Weihers. Der Grund: Verkehrssicherheit und der Schutz wertvoller Altbäume.

Revierleiter Jens-Eckard Meyer vom Bundesforstbetrieb Reußenberg, der die Arbeiten im Auftrag des DBU Naturerbes begleitet, erklärt den ungewöhnlichen Schritt: „Die Wege weichen, damit die alten und wertvollen Eichen bleiben können.“ Das dabei gewonnene Material wird nicht entsorgt, sondern an anderer Stelle verwendet, um Schlaglöcher zu füllen und Wege zu stabilisieren – auch solche, die künftig von Rettungsfahrzeugen befahren werden müssen. Während der Maßnahmen kommt es zu temporären Sperrungen einzelner Waldwege, die vor Ort ausgeschildert werden.

Der Hainberg ist Teil des Nationalen Naturerbes und ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Naturfreunde. Doch die Folgen des Klimawandels machen auch vor diesem Gebiet nicht halt. Hitze und Trockenheit haben etlichen Eichen zugesetzt, andere Bäume sind durch Biber oder Umwelteinflüsse geschwächt. Besonders entlang des Asbachs drohen Äste oder ganze Kronen abzubrechen. „Hier geht die Sicherheit für Besuchende vor“, betont Meyer.

Statt die geschädigten Bäume zu entfernen, setzt das DBU Naturerbe auf einen naturschutzfachlich sensiblen Ansatz. „Wir lassen die alten und teilweise abgestorbenen Bäume stehen und erhalten so wichtige Strukturen für Höhlenbrüter wie den Wendehals oder für Totholzbewohner wie den Hirschkäfer“, sagt Jörg Tillmann, stellvertretender fachlicher Leiter im DBU Naturerbe. Der Rückbau der Wege erfolgt behutsam: Die Wegdecke wird abgetragen, der Boden gelockert und das ursprüngliche Gelände wiederhergestellt.

Auch abseits des Weihers werden Wege überarbeitet. Hängende Äste und dichtes Gestrüpp behindern nicht nur Spaziergänger, sondern auch die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienste. „Damit Einsatzkräfte im Notfall auch mit großen Fahrzeugen an jeden Punkt der Fläche gelangen können, müssen die Wege entsprechend hergerichtet werden“, so Meyer.

Hitze und Trockenheit haben etlichen Eichen zugesetzt. | Foto: Norbert Rosing
Die Wege die zurück gebaut werden sind rot markiert. | Foto: DBU Naturerbe
Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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