Ernte gut, alles gut!
AOK fördert GemüseAckerdemie an der Bismarckgrundschule Nürnberg

Foto: AOK
2Bilder

Warum wachsen Kartoffeln unter der Erde? Wie sieht eigentlich ein Palmkohl aus? Und kann man bei der roten Beete auch die Blätter essen? Diese Fragen können die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2c der Bismarckgrundschule in Nürnberg mittlerweile aus dem Effeff beantworten, denn sie verbringen einen Teil ihrer Unterrichtszeit in den eigens dafür angelegten Beeten. Ermöglicht wird das Projekt durch die GemüseAckerdemie, einem Programm, das die AOK Bayern seit 2017 unterstützt. Seit April bauen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Schulgartenprogramms bis zu 25 verschiedene Gemüsearten an. Ein- bis zweimal in der Woche hegen und pflegen sie ihr Gemüse und lernen dabei viel Neues über regionale, gesunde Lebensmittel und wie man sie selbst anbaut. „Ziel des Projekts ist es, den Kindern Natur, Lebensmittel und gesunde Ernährung nahezubringen“, erklärt Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken. „Die Gesundheitskasse unterstützt die GemüseAckerdemie, weil die Kinder hier ganz praktisch etwas über gesunde Ernährung lernen, sich an der frischen Luft bewegen und ganz nebenbei wichtige soziale Kompetenzen stärken.“ Gemeinsam mit Susanna Dörfler von der Bismarckgrundschule und Ackercoach Philipp Osterloh, haben AOK Direktor Horst Leitner und AOK Projektleiterin Christina Herzog die ersten Gemüsesorten wie Gurken und Erbsen geerntet.

Learning by doing
„Die Kinder sind mit Begeisterung dabei“, erklärt die zuständige Lehrerin Susanna Dörfler und auch die Projektleiterin der Schule, Stefanie Horn, freut sich, das Thema gesunde Ernährung an der Schule weiter voran treiben zu können. „Regional und saisonal sind aktuell die wichtigsten Schlagworte, wenn es um gesundes und nachhaltiges Essen geht. In der GemüseAckerdemie lernen junge Menschen, welche Lebensmittel bei uns wachsen und wann man sie erntet“, so Susanna Dörfler. Die Kinder sind mindestens einmal pro Woche im Schulgarten aktiv und erleben damit unmittelbar, wie schmackhaft und gesund frisches Gemüse ist. Durch diesen starken Praxisbezug und die Einbindung in den Lehrplan fördert das Programm zudem die Bewegungsfreude und soziale Kompetenzen der Kinder.

Teamarbeit leichtgemacht

Auf dem Acker wachsen die Kinder und Jugendlichen als Team zusammen und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Fachliche Unterstützung und Tipps und Tricks rund um die Ackerstunde bekommen sie während der Saison von dem gemeinnützigen Verein GemüseAckerdemie von Acker e.V. „Eigenes Gemüse anbauen wirkt auch direkt sehr positiv auf die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer sowie auf die Eltern“, sagt Hannah Bomhard, Regionalkoordinatorin der GemüseAckerdemie in Mittelfranken „Das zeigt auch eine wissenschaftliche Untersuchung, die unser Verein durchgeführt hat. Demnach werden nachhaltiges Verhalten und Gemeinschaftssinn gestärkt. Bei 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler wächst die positive Einstellung zur Natur. 65 Prozent entwickeln mehr Wertschätzung und Interesse für Gemüse. Und auch die Pädagoginnen und Pädagogen verändern sich: 70 Prozent von ihnen gaben an, durch das Programm ihr Empfinden der eigenen Selbstwirksamkeit gesteigert zu haben."

Eine starke Partnerschaft: Die AOK Bayern ermöglicht nun bereits im 7. Jahr die Umsetzung des Bildungs- und Präventionsprogramms GemüseAckerdemie an bayerischen Schulen. In diesem Jahr starten mit Unterstützung der AOK Bayern weitere 38 Lernorte in das Abenteuer Gemüseanbau im eigenen Schulgarten. Somit ackern aktuell 158 Schulen im Rahmen der Partnerschaft. Durch die AOK-Förderung werden jedes Jahr mehr als 30.000 Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern sowie Verwandte und Freunde in Bayern aktiv und nachhaltig für eine gesunde Ernährung, Wertschätzung und Nachhaltigkeit motiviert.

Foto: AOK
Foto: AOK
Autor:

Barbara Rögner aus Mittelfranken

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.