Ehrenamtliche im Einsatz
Badeaufsicht: Sicherheit an der Norikusbucht wird dauerhaft gestärkt
- Die Sicherheit an der Norikusbucht wird dauerhaft gestärkt. Die Badeaufsicht wurde offiziell vorgestellt.
- Foto: Nicola A. Mögel / Stadt Nürnberg
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (pm/nf) – Die Norikusbucht am Wöhrder See hat sich seit ihrer Neugestaltung zu einem äußerst beliebten Treffpunkt für Badegäste und Familien entwickelt. Sowohl die Badebucht als auch der angrenzende Spielplatz werden intensiv genutzt.
Diese hohe Besucherzahl ist aus Sicht der Stadt Nürnberg sehr erfreulich, bringt jedoch auch erhöhte Sicherheitsanforderungen mit sich. Daher wird von Mai bis September an Wochenenden sowie an gesetzlichen Feiertagen eine Badeaufsicht eingerichtet. Die Kräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK-Wasserwacht) sind von 12.30 bis 18 Uhr im Einsatz. Mindestens drei qualifizierte Einsatzkräfte sind dann vor Ort, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.
Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, betont: „Wir wollen, dass an heißen Sommertagen die Besucherinnen und Besucher einen sicheren Zugang zum Wasser haben, um sich abkühlen zu können. Angesichts zunehmender Hitzeperioden leisten attraktive und gut zugängliche Wasserflächen wie die Norikusbucht am Wöhrder See einen wichtigen Beitrag zur Aufenthaltsqualität und zum Wohlbefinden der Menschen.“
„Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der DLRG und der BRK-Wasserwacht die Sicherheit an der Norikusbucht langfristig stärken können. Was mich dabei besonders beeindruckt: Hinter dieser Badeaufsicht stehen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Das ist alles andere als selbstverständlich. Ihr Einsatz rettet Leben und macht unsere Stadt ein Stück sicherer. Dafür sage ich allen Helferinnen und Helfern von Herzen Danke“, sagt Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein.
Lothar Schnelle, Vorsitzender Kreis-Wasserwacht Nürnberg-Stadt, fügt hinzu: „Mitten in der Stadt einen See zu haben, der durch die Norikusbucht zu einem beliebten Badesee wurde, ist schon ein Privileg. Da war es uns schon immer ein Anliegen, diesen Badestrand auch sicherer zu machen, um bei Gefahren am und im Wasser mit unseren hochqualifizierten Wasserrettern helfen zu können. Auch freut es mich sehr, wieder gemeinsam eine Wasserrettungsstation mit der DLRG zu betreiben, so wie es von 1980 bis 2008 am gegenüberliegenden Ufer bereits der Fall war.“
Wolfram Gäbisch, stellvertretender DLRG-Kreisverbandsvorsitzender, ergänzt: „Sicherheit im und am Wasser hat oberste Priorität. Die DLRG begrüßt daher ausdrücklich die Einrichtung einer Wachstation an der Norikusbucht. Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind nicht nur bei Notsituationen im Wasser zur Stelle, sondern kümmern sich selbstverständlich auch fachgerecht um kleinere Verletzungen, wie sie an einem Badestrand immer wieder vorkommen. Außerdem bietet sich hier die Möglichkeit, unsere jungen Nachwuchskräfte an künftige Aufgaben im Wasserrettungsdienst heranzuführen.“
Obwohl für den Wöhrder See keine gesetzliche Verpflichtung zur Badeaufsicht besteht, wurde in den vergangenen zwei Jahren bereits freiwillig für mehr Sicherheit gesorgt: Im Jahr 2024 übernahm die DLRG die Badeaufsicht, 2025 die BRK-Wasserwacht. Beide Einsätze wurden von den Badegästen sehr positiv aufgenommen und haben deutlich gezeigt, dass eine organisierte Badeaufsicht an diesem Standort sinnvoll und wirksam ist. Auf Grundlage dieser positiven Erfahrungen haben die Stadt Nürnberg, die DLRG und die BRK-Wasserwacht nun eine langfristige Vereinbarung zur gemeinsamen Badeaufsicht an der Norikusbucht geschlossen. Künftig wird die Aufsicht in Kooperation zwischen den beiden Organisationen erfolgen.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Badeaufsicht vollständig ehrenamtlich erfolgt. Die Einsatzkräfte von DLRG und BRK-Wasserwacht leisten ihren Dienst freiwillig und unentgeltlich und engagieren sich damit in besonderem Maße für die Allgemeinheit. Die Stadt Nürnberg unterstützt dieses Engagement finanziell und organisatorisch. Sie übernimmt sowohl die Anschaffung beziehungsweise die Mietkosten für eine mobile Rettungsstation als auch die laufenden Aufwendungen der beteiligten Organisationen.
Für die aktuelle Saison wird eine mobile Sanitätsstation angemietet, um den Betrieb schnellstmöglich aufnehmen zu können. Perspektivisch ist die Anschaffung einer eigenen Station geplant, die dauerhaft an der Norikusbucht eingesetzt wird. Ergänzend plant die Stadt den Bau eines dauerhaften Stromanschlusses für die Rettungsstation, um den zukünftigen Betrieb nachhaltig zu sichern. Mit der Einführung einer dauerhaften Badeaufsicht soll die Sicherheit an der Norikusbucht spürbar verbessert werden – zum Schutz aller Badegäste, insbesondere von Kindern und Familien.
Die Stadt Nürnberg dankt der DLRG und der BRK-Wasserwacht ausdrücklich für ihr großes Engagement und ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Sicherheit im öffentlichen Raum zu übernehmen.
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