Die Zukunft wird an der historischen Städteachse gemacht

Prof. Robert F. Singer, Geschäftsführer der Neue Materialien GmbH, Horst Müller, Markus Söder, Fürths OB Thomas Jung und Michael Fraas (v.li.n.re.) werben für die neue Wissenschaftsmeile. Foto: Ebersberger
  • Prof. Robert F. Singer, Geschäftsführer der Neue Materialien GmbH, Horst Müller, Markus Söder, Fürths OB Thomas Jung und Michael Fraas (v.li.n.re.) werben für die neue Wissenschaftsmeile. Foto: Ebersberger
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FÜRTH/NÜRNBERG (web) - Gemeinsam und nicht gegeneinander: Selten bilden Fürth, Nürnberg und der Freistaat Bayern eine derartig innige Allianz wie beim Thema Technologie- und Wissenschaftsstandort, der unter der neuen Marke „Wissenschaftsmeile“ fortan weiter gestärkt werden soll.

Entlang der Nürnberger- auf der einen und der Fürther Straße auf der anderen Seite soll diese „Meile“ sinnbildlich für den weiteren Aufschwung und die enge Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Unternehmergeist sowie der beiden Städte stehen. „Hier hebt sich die Stadtgrenze auf“, meint Finanzminister Markus Söder. Und auch die beiden Wirtschaftsreferenten Horst Müller (Fürth) und Michael Fraas (Nürnberg) beschwören die grenzenlosen und zukunftsträchtigen Aktivitäten an der „historischen Achse“.
Dort, wo 1835 die erste deutsche Eisenbahn fuhr, wo Firmen wie AEG, Triumph-Adler, Quelle oder auch Grundig Wirtschafts- und Industriegeschichte geschrieben haben, dort verläuft nun der „Zukunftsnervenstrang“ (Söder) - vom Planetarium in Nürnberg bis hin zur Uferstadt und dem Landesamt für Statistik in Fürth.
Düster sah es aus nach dem Aus für AEG und Grundig, der Quelle-Pleite. Doch man habe die Krise auch als Chance wahrgenommen, so Horst Müller. Deutlich macht er dies am Beispiel der Uferstadt auf dem ehemaligen Grundiggelände. Die Umsätze des Uni-Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik und der Neue Materialien Fürth (NMF) GmbH wachsen stetig im zweistelligen Bereich. Auf Nürnberger Seite verweist Michael Fraas auf das Energiecampus auf AEG, das Datev-IT-Campus oder auch das Energie-Technologische Zentrum.
All diese Unternehmen und Einrichtungen, aber auch die künftige Ansiedlung der Technischen Fakultät der Universität mit rund 6.500 Studenten bringe neuen „Schub für die ganze Metropolregion“, so Fraas. In seiner Euphorie bemüht er gar den Vergleich mit dem Forschungszentrum Garching. Markus Söder springt ihm da gern zur Seite, spricht von der Champions League, bescheinigt der Uferstadt „absolutes Top-Niveau“ und meint: „Wir sind durchaus auf Augenhöhe mit dem Süden Bayerns.“
Mit mehr als 200 Millionen Euro hat der Freistaat bislang die Entwicklung entlang der „Wissenschaftsmeile“ gefördert, „und es werden auch weitere Gelder fließen“, verspricht der Finanzminister.
Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung zeigt sich zwar erfreut über die enge Zusammenarbeit der beiden Städte und auch über die finanzielle Förderung durch den Freistaat, doch richtete er an die Adresse von Markus Söder den Wunsch, „bei aller AEG-Euphorie Fürth nicht zu vergessen“. Für Söder kein Thema: „Es ist eine Achse, eine Idee, eine Region!", lautet sein Credo.

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Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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