Mehr Mensch pro Schüler

Nach der Unterzeichnung im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses: Professor Karl-Dieter Grüske, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität, Bürgermeister Dr. Klemens Gsell, Carl August Graf v. Kospoth, geschäftsführender Vorstand der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung, Prof. Mechthild Habermann, FAU-Sonderbeauftragte für Lehrerbildung, und Prof. Bolko v. Oetinger, Vorsitzender des Kuratoriums der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung (v.l.).       Foto: oh/Norbert Korn
  • Nach der Unterzeichnung im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses: Professor Karl-Dieter Grüske, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität, Bürgermeister Dr. Klemens Gsell, Carl August Graf v. Kospoth, geschäftsführender Vorstand der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung, Prof. Mechthild Habermann, FAU-Sonderbeauftragte für Lehrerbildung, und Prof. Bolko v. Oetinger, Vorsitzender des Kuratoriums der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung (v.l.). Foto: oh/Norbert Korn
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Auftakt der Lehr:werkstatt in der Metropolregion

Ein ganzes Schuljahr lang können in Zukunft Studierende des Lehramts Gymnasium und Realschule an der Universität Erlangen-Nü?rnberg vom Können erfahrener Lehrkräfte profitieren. Im Projekt Lehr:werkstatt der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung arbeiten Studierende und Lehrkräfte im Tandem.

Lehramtsstudierende sammeln frü?hzeitig realistische Praxiserfahrungen, Lehrkräfte erhalten Unterstü?tzung im Unterricht und Schü?ler erfahren eine differenziertere Betreuung. „Auf unsere Frage, was sie verändern wü?rden, wenn sie einen Wunsch frei hätten, antworteten Studierende: wir wollen mehr Praxis“, so der geschäftsfü?hrende Vorstand der Stiftung, Carl August Graf v. Kospoth. „Lehrkräfte wü?nschten sich mehr Mensch pro Schü?ler“. Denn „jeder 4. Student wählt nach eigener Aussage den Lehrberuf eher als Notlösung“, so das Ergebnis einer Studie von Professor Kiel von der LMU Mü?nchen. Eine Allensbach-Studie, die die Eberhard von Kuenheim Stiftung letztes Jahr in Auftrag gegeben hat, hat ergeben, dass der Lehrerberuf aus Sicht der Bevölkerung zu wenig Spaß macht und nur wenig Erfü?llung verspricht. Damit wollen sich die Projektpartner nicht abfinden. In der Lehr:werkstatt bekommen teilnehmende Studierende statt der herkömmlichen Hospitationspraktika einen fundierten Einblick in den Alltag des Lehrerberufs. Damit fü?gt sich das Projekt hervorragend in die Bemü?hungen der FAU um eine Intensivierung des Berufsbezugs ein. Präsident Professor Karl-Dieter Grüske dankte allen, „die sich nicht nur um das Projekt Lehr:werkstatt verdient gemacht haben, sondern um die Lehrerbildung in der Metropolregion ganz allgemein, denn nur mit guten Lehrkräften hat unser Nachwuchs eine reelle Chance, zu guten Schü?lerinnen und Schü?lern, zu verantwortungsbewussten Menschen zu werden.“
Nü?rnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell begrü?ßt die Initiative: „Dieses Projekt ist fü?r alle Realschulen und Gymnasien in der Metropolregion ein Gewinn.“ Auch die Nürnberger kommunalen Schulen sind mit ihren Lehrkräften dabei.“ Die Ministerialbeauftragten fü?r die Realschulen und die Gymnasien in Mittelfranken waren sofort mit im Boot. Noch bis 12. Mai läuft die Bewerbungsphase für Studierende, die bereit sind, statt der ü?blichen Praktika ein ganzes Schuljahr intensiv mitzugestalten, und Lehrkräfte, die ihr Know-How weitergeben wollen und offen sind fü?r Neuerungen im eigenen Unterricht.
Informationen zur Lehr­:werkstatt erhalten Studierende und Lehrkäfte im Zentrum fü?r Lehrerbildung (ZfL) der FAU bei Dr. Ulrike Flierler: ulrike.flierler@fau.de 09131/8523652.

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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