Sicherheitskonzept rund um Hauptbahnhof
OB König: „Der öffentliche Raum gehört uns allen“
- Die Polizei behält die Sicherheit rund um den Nürnberger Hauptbahnhof im Blick.
- Foto: Pollizeipräsidium Mittelfranken
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (pm/nf) - „Der öffentliche Raum gehört uns allen, wenn eine Nutzergruppe sich jedoch so verhält, dass sie dadurch faktisch andere ausschließt, wird die Stadt konsequent handeln“, so Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König.
Dieser zentrale Leitfaden Nürnberger Sicherheitspolitik hat durch den Beschluss des Stadtrats anun eine konkrete Ausformung für das Umfeld des Hauptbahnhofs erfahren. Die darin enthaltenen Instrumente und Maßnahmen können als Blaupause für andere Plätze und Orte in Nürnberg dienen; individuell angepasst an die örtlichen Probleme und Bedingungen.
Der Hauptbahnhof Nürnberg ist ein zentraler Verkehrsknoten und das Tor zur Stadt. Täglich treffen hier etwa 130.000 Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gäste aus aller Welt aufeinander. Er ist nicht nur ein funktionaler Ort der Mobilität, sondern auch ein öffentlicher Raum, der von unterschiedlichsten Gruppen genutzt wird. Als öffentlicher Raum vereint er daher eine große Bandbreite von Bedürfnissen und Interessen und ist damit ein Spiegelbild der vielfältigen Stadtgesellschaft. Gerade deshalb ist die Sicherheit dort und im Bahnhofsumfeld der Stadt Nürnberg, dem Polizeipräsidium Mittelfranken und der Bundespolizeiinspektion Nürnberg ein zentrales Anliegen und seit jeher im Fokus der Arbeit. Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist eine gemeinsame Verantwortung, die nur durch eine enge Zusammenarbeit effektiv gestaltet werden kann.
Auf Grundlage dieses ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatzes und als Überblick der vielfältigen bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen, haben sich die oben genannten Sicherheitspartner auf die Erstellung eines gemeinsamen Strategie- und Maßnahmenpapiers verständigt und dieses im Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit vorgestellt, wo es auf breite Zustimmung stieß.
Dabei versteht die Stadt Nürnberg den Begriff Sicherheit umfassend bezogen auf die objektive Lage wie auch auf das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Aus vier strategischen Handlungsfeldern wird individuell ein Maßnahmen-Mix zusammengestellt, der der jeweiligen Situation vor Ort passgenau gerecht werden soll. Er wird aus den Säulen „Prävention und Sozialarbeit“, „Repression und Präsenz“, „Infrastruktur und Stadtgestaltung“, „Digitale Intelligenz und Datenbasierung“ sowie „Resilienz und Zukunftsfähigkeit“ gespeist. „Eine Säule allein wird hierbei nie nachhaltigen Erfolg bringen, wir gehen Probleme von allen Seiten mit allen Mitteln an, die wir als Polizei und Stadt mit ihren vielen Zuständigkeiten und Blickwinkeln haben“, so Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch.
Alkoholverbot auf Aufseßplatz ausgeweitet
In der konkreten Umsetzung wurde nunmehr das bestehende Alkoholkonsum- und -mitführverbot auf den Aufseßplatz ausgeweitet und im Bereich rund um den Hauptbahnhof ein Konsum- und Mitführverbot für Cannabis erlassen, insbesondere um dem Handel mit Betäubungsmitteln Einhalt zu gebieten und unserer Polizei mehr Handlungsspielraum zu eröffnen.
„Wir handeln und bringen die Werkzeuge, die wir in der Hand halten, auch zum Einsatz; Sicherheit, egal ob objektiv oder subjektiv, ist ein zentrales Recht aller Nürnbergerinnen und Nürnberger, dem ich mich verpflichtet fühle“, so Oberbürgermeister König abschließend.
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