Projekt der Partnerstädte
Restaurierter Zeppelinwagen 144 kehrt nach Nürnberg zurück!
- Anlässlich der Saisoneröffnung der historischen Straßenbahnlinie 0 sind die beiden Wagen am 7. Juni zusammen durch Krakau gefahren.
- Foto: © VAG – Thomas Kübler
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG/KRAKAU (pm/nf) - Ein Nürnberger Straßenbahnwagen verbindet wie kein anderer die heutigen Partnerstädte Nürnberg und Krakau in Polen: der Zeppelinwagen 144. Er gilt als Ausgangspunkt der über 40-jährigen Partnerschaft der beiden Städte und ist jetzt zum Symbol der langjährigen Freundschaft geworden.
- Am 12. Juni kam der Zeppelinwagen wieder in Nürnberg an.
- Foto: © VAG – Isabell Reuter
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
Die Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V. haben zusammen mit den Krakauer Verkehrsbetrieben MPK Krakau aus dem einen ursprünglichen Wagen zwei gemacht – einen für Krakau und einen für Nürnberg. Am 7. Juni sind die beiden Wagen anlässlich der Saisoneröffnung der historischen Straßenbahnlinie 0 zusammen durch Krakau gefahren und haben so die Freundschaft gekrönt. Am 10. Juni hat der Nürnberger Wagen dann Krakau auf einem Tieflader verlassen, um in den frühen Morgenstunden am 12. Juni in der Frankenmetropole anzukommen. Dort stehen nun neben einigen Rest- und Detailarbeiten die erforderlichen Prüfungen für eine offizielle Zulassung des Fahrzeugs an. Wenn dabei alles nach Plan läuft, kann der Wagen voraussichtlich im Herbst 2025 den Fahrgastbetrieb im Rahmen von Veranstaltungen des Historischen Straßenbahndepots St. Peter der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg aufnehmen.
Wagen mit wechselhafter Geschichte
Der Zeppelinwagen ist ein Fahrzeug mit langer und wechselhafter Geschichte: Bereits 1976, im Gründungsjahr des Vereins „Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e. V.“, entdeckte ein Vereinsmitglied den 1909 von der MAN in Nürnberg gebauten Wagen in Krakau. Dieser war während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Reichsleistungsgesetzes dorthin verkauft worden. Das Bestreben des Vereins war es fortan, den Zeppelinwagen zu restaurieren und nach Nürnberg zurückzuführen – trotz des Eisernen Vorhangs und der damit verbundenen schwierigen Rahmenbedingungen. Da fügte es sich, dass Nürnberg und Krakau 1979 Partnerstädte wurden, woran das Buhlen um den Zeppelinwagen wohl nicht ganz unschuldig war.
Und siehe da: 1984 kehrte ein in Krakau restaurierter Zeppelinwagen nach Nürnberg zurück. Zwar erhielt er keine Zulassung für den historischen Fahrbetrieb, wurde aber zum zentralen Ausstellungsstück des 1985 eröffneten Historischen Straßenbahndepots St. Peter. Er markiert damit einerseits den Startpunkt intensiver Beziehungen des Vereins und der VAG mit den Krakauer Verkehrsbetrieben, andererseits war er in Krakau die Initialzündung für das Sammeln historischer Schienenfahrzeuge.
Aus einem zwei gemacht
Daher war es vor allem für die Krakauer bereits seit geraumer Zeit eine Herzensangelegenheit, auch für Krakau wieder einen Zeppelinwagen aufzubauen. Aber auch die Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn hegten schon länger den Wunsch, aus dem bisher nicht für den Betrieb mit Fahrgästen zugelassenen Fahrzeug einen voll einsatzfähigen historischen Straßenbahnwagen zu machen. Mit der Rückkehr des wieder aufgebauten Wagens ist der Verein seinem Ziel nun einen entscheidenden Schritt nähergekommen.
Informationen zur Finanzierung, zum Projektstand, zur besonderen Geschichte des Wagens und der Freundschaft zwischen beiden Städten finden alle Interessierten unter tw144.sfnbg.de
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