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Oktoberfest war gesperrt
UPDATE 8: Sprengfallen und Bombendrohung - wahrscheinlich Leiche des Vaters geborgen

Nach dem dramatischen Einsatz mit Großbrand und Explosionen wird eine Leiche aus dem Haus geborgen. | Foto: Peter Kneffel/dpa
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  • Nach dem dramatischen Einsatz mit Großbrand und Explosionen wird eine Leiche aus dem Haus geborgen.
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  • Ein brennendes Einfamilienhaus mit Sprengfallen, Schüsse, ein brennender Transporter, ein sterbender Mensch an einem nahen See. 
  • Bombendrohung für die Wiesn
  • Die Polizei untersucht, ob ein im Netz veröffentlichtes Antifa-Schreiben mit den Vorfällen in Verbindung steht.
  • Ein Toter, eine Drohung gegen das größte Volksfest der Welt: Was bisher über die Ereignisse in München bekannt ist. 
  • Nach der stundenlangen Sperrung des Münchner Oktoberfestes stellen sich auch ganz praktische Fragen: Was passiert mit den ausgefallenen Reservierungen?
  • Ein 57-Jähriger zündete das Haus seiner Eltern an, tötete wohl seinen Vater und dann sich selbst. Dabei war er vorher noch nie in Erscheinung getreten.

UPDATE 8, 2. Oktober

  • Der Großbrand mit Explosionen hielt ganz München in Atem. 
  • Nun geht es ans Aufräumen und Ermitteln. 
  • Dabei wurde auch eine Leiche geborgen.

München (dpa) - Einen Tag nach dem Feuer mit Explosionen im Münchner Norden ist eine Leiche aus dem ausgebrannten Gebäude geborgen worden. Ob es sich dabei um den 90-jährigen Vater des Tatverdächtigen handelt, wollte die Polizei vorerst nicht bestätigen. Das müsse noch ermittelt werden, auch im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung, sagte eine Sprecherin. Der Vater war noch im Gebäude vermutet worden.

Hitze und Sprengfallen

Die Einsatzkräfte hatten das Haus wegen der großen Hitze und dort angebrachter Sprengfallen lange nicht betreten können. Auch ein Statiker musste noch zurate gezogen werden. 

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 57-Jähriger das Haus seiner Eltern am Mittwochmorgen angezündet, bevor er sich auf der Flucht vor der Polizei selbst tötete. Weil er im Gebäude auch Sprengfallen angebracht hatte, sorgte die Tat für einen Großeinsatz der Polizei.

Was geschah vor dem Feuer?

Was genau vor dem Feuer geschah und wie es dem Tatverdächtigen gelang, das Haus und das Grundstück seiner Eltern mit Sprengfallen zu präparieren, war zunächst unklar. Die Polizei hielt sich mit Informationen bedeckt.

Die 81-jährige Mutter wurde mit einer Schussverletzung vor dem Haus entdeckt, die 21-jährige Tochter mit Hilfe einer Leiter aus dem Obergeschoss des brennenden Gebäudes gerettet. Ein Brief mit einer Drohung sorgte zudem für eine mehrstündige Schließung des Oktoberfestes.

Mutmaßliches Motiv: Familienstreit

Hintergrund des Vorfalls, der München in Atem hielt, soll ein Familienstreit sein. Worum genau es dabei ging, wurde zunächst nicht bekannt. Der 57 Jahre alte Deutsche aus Starnberg war polizeilich ein «unbeschriebenes Blatt», wie es von den Ermittlern hieß. Den Behörden war er nur durch eine Petition an den bayerischen Landtag bekanntgeworden, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitgeteilt hatte.

Darin hatte er eine Überprüfung des Rechtsmedizinischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) eingefordert, weil er vermutete, dort sei ein Vaterschaftsgutachten gegen Geld gefälscht worden. Der Mann zweifelte die Vaterschaft seiner Tochter an.

Absage für Wiesn-Verlängerung

Unterdessen fand das Münchner Oktoberfest nach der stundenlangen Schließung in den Alltag zurück. Es läuft planmäßig noch bis zu diesem Sonntag - und dabei wird es wohl auch bleiben.

Eine Idee des Gaststättenverbandes Dehoga zur Verlängerung der diesjährigen Wiesn um einen Tag wurde von der Stadt München und den Wiesnwirten prompt verworfen. Einhellige Meinung: So kurzfristig sei das nicht zu machen.

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UPDATE 7

München (dpa) - Die Münchner Theresienwiese ist nach einer Bombendrohung wieder für Besucher geöffnet. Um Punkt 17.30 Uhr strömten die wartenden Massen auf die Wiesn, wie dpa-Reporter vor Ort berichteten. Nach der Nachricht, dass das Oktoberfest noch geöffnet werden kann, hatten sich am Mittwochnachmittag die Menschen an den Eingängen gesammelt.

Menschen stehen am südlichen Eingang der Wiesn. | Foto: Christof Rührmair/dpa
  • Menschen stehen am südlichen Eingang der Wiesn.
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Vor 17.30 Uhr war das Festgelände noch wie ausgestorben. Nach den Polizeimaßnahmen waren nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gassen zu sehen. «Das ist wie Samstagmorgen kurz vor der Eröffnung», sagt eine Wiesn-Bedienung.

Nach einem Großeinsatz im Münchner Norden und einem Drohbrief wurde das Oktoberfest vorübergehend geschlossen. Bayern Innenminister Joachim Herrmann verriet nun Einzelheiten zu dem Schreiben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die vorübergehende Schließung des Oktoberfestes nach einschlägigen Drohungen als richtig bezeichnet. Eine Drohung von jemandem, der so brutal gegen die eigene Familie gehandelt und das eigene Elternhaus angezündet und quasi in die Luft gesprengt habe, müsse man ernst nehmen, sagte der Minister.

Als tatverdächtig gilt ein 57-Jähriger, der sich selbst umgebracht hat. Er habe in einem Brief «ein bombiges Erlebnis auf der Wiesn» angekündigt und diesen in den Briefkasten einer Nachbarin geworfen, erläuterte Herrmann. Das sei eine Situation, die man ernst nehmen müsse.

Die Tat hatte für einen Großeinsatz gesorgt. Bis zum frühen Abend konnten Rettungskräfte das Haus nicht betreten, weil es wegen des Feuers zu heiß war und zudem erst Sprengfallen entschärft werden mussten. Als Motiv der Tat nannte Herrmann familiäre Streitigkeiten.

UPDATE 6

München (dpa) - Der Mann, der in München ein Haus angezündet und Sprengfallen deponiert haben soll, ist nach Polizeiangaben bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Er sei «bislang ein unbeschriebenes Blatt» - auch im Bereich des Staatsschutzes.

Auch ein Transporter brannte aus. | Foto: Felix Hörhager/dpa

Die Behörden gehen davon aus, dass ein 57-Jähriger das Haus wegen eines Familienstreits angezündet und die Sprengfallen dort deponiert hat. Er nahm sich danach das Leben - und hinterließ einen Brief mit Drohungen gegen das Oktoberfest. Daraufhin wurde die Wiesn stundenlang gesperrt.

Dramatische Szenen spielten sich an einem brennenden Haus in München bei der Ankunft der Polizei ab. Eine 21-Jährige befand sich im Obergeschoss und wurde über eine Leiter gerettet. Sie habe angesichts der Flammen bereits damit gedroht gehabt zu springen, sagte Polizeipräsident Thomas Hampel. Bei der Frau handelt es sich demnach um die Tochter des Tatverdächtigen. Sie wurde leicht verletzt.

Die 81-jährige Mutter des Tatverdächtigen sei von Rettungskräften mit einer Schussverletzung in einem Versteck vor dem Haus gefunden worden. Sie hatte den Angaben nach mittelschwere Verletzungen erlitten.

Die Behörden gehen davon aus, dass ein 57-Jähriger das Haus wegen eines Familienstreits angezündet und die Sprengfallen dort deponiert hat. Er nahm sich danach das Leben - und hinterließ einen Brief mit Drohungen gegen das Oktoberfest. Daraufhin wurde die Wiesn stundenlang gesperrt.

UPDATE 5

München (dpa) - Nach der stundenlangen Schließung des Münchner Oktoberfestes bieten die Wiesnwirte Umbuchungen an. «Mittagsreservierungen können je nach Verfügbarkeit auf die kommenden Tage umgebucht werden», teilten die Wirtesprecher Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel mit.

«Wichtig ist jetzt erst einmal, dass die Zelte innerhalb von so kurzer Zeit wieder geöffnet werden können, um die Gäste wieder bewirten zu können.» Wer umbuchen will, solle sich im jeweiligen Festbüro des Zeltes melden.

Das Oktoberfest war nach einer Bombendrohung am Mittwoch stundenlang gesperrt geblieben, erst am Nachmittag gab Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) Entwarnung und die Wiesn für den Abend wieder frei.

Gutscheine behalten Gültigkeit

Die Gutscheine für Bier und Hendl behalten - wie immer - auch unabhängig vom reservierten Tisch ihre Gültigkeit und können in den kommenden Tagen noch eingelöst werden, wie Inselkammer und Schottenhamel betonten.

Sie bedankten sich bei den Behörden für das besonnene Vorgehen. «Für uns Wirte war es ein bedrückender Moment, als die Wiesn geschlossen wurde und wir alle das Gelände verlassen mussten», sagte Inselkammer. Aber: «Die Sicherheit unserer Gäste geht vor.»

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UPDATE 4

München (dpa/vero) - Nach einem Feuer und Explosionen in einem Haus im Münchner Norden bittet die Polizei Zeugen um Videos und Fotos rund um den Einsatz. Menschen, die Bildmaterial zu den Ereignissen haben, können dieses auf einem eigens dafür eingerichteten Upload-Portal (https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de/) hochladen.

Beamte der Spurensicherung sind neben zwei ausgebrannten Autos im Einsatz. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. | Foto: Roland Freund/dpa
  • Beamte der Spurensicherung sind neben zwei ausgebrannten Autos im Einsatz. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
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Am Morgen brannte es in einem Wohnhaus, es waren Explosionsgeräusche zu hören. Später entdeckte die Polizei an zwei ausgebrannten Auto in der Nähe des Hauses einen verdächtigen Gegenstand. Auch ein ausgebrannter Transporter wurde gefunden. In der Folge waren nicht nur umliegende Gebäude evakuiert worden, auch das Oktoberfest blieb vorübergehend geschlossen.

Privater Hintergrund

Die Polizei geht momentan von einem privaten Hintergrund aus. Ein politisches Motiv schließen die Behörden aufgrund bisheriger Erkenntnisse aus.

Als tatverdächtig gilt nach Medienberichten Martin P. (57), Handwerker aus Starnberg, der nach Polizeiangaben an einem nahegelegenen See entdeckt wurde und mittlerweile gestorben ist. Er soll sich angeblich von der Familie betrogen gefühlt haben. Mutter und die eigene Tochter soll der Verdächtige angeschossen haben. Dass er den Vater auch getötet hat, ist noch nicht bestätigt. 

Nach einer Sprengstoffdrohung ist die Wiesn am Mittwoch stundenlang geschlossen geblieben. Die Gefahr sei einfach zu groß, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Polizei sprach von «einer unspezifischen Sprengstoffdrohung». Erst am Nachmittag gibt es Entwarnung: Die Sperrung wird aufgehoben, um 17.30 Uhr soll das größte Volksfest der Welt wieder öffnen, wie Reiter auf Instagram mitteilt.

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UPDATE 3
München (dpa) - Ein abgebranntes Haus mit Sprengfallen, ein Toter, zwei Verletzte und eine Sprengstoffdrohung gegen die Wiesn: Rund um die Geschehnisse in München sind noch Fragen offen. Ein Überblick.

Der Brand: Am Morgen gibt es in einem Wohnhaus im Münchner Stadtteil Lerchenau Explosionen und ein Feuer. In dem Haus werden Sprengvorrichtungen gefunden, vor Ort steht außerdem ein völlig ausgebrannter Transporter, bei weiteren ausgebrannten Autos in der Nähe wird ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Worum es sich dabei handelt, sagt die Polizei zunächst nicht.

Die Opfer: Zwei Frauen, eine 21-Jährige und eine 81-Jährige, werden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben wird überprüft, ob sich weitere Personen im betroffenen Wohngebäude befinden. Am Morgen hatte die Polizei von einem vermissten Menschen berichtet. Einen Medienbericht, wonach der Vater des 57-Jährigen getötet worden sein soll, bestätigte die Polizei zunächst nicht. In der Nähe, am Lerchenauer See, wird ein Schwerverletzter gefunden, der später stirbt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den Täter handelt, der sich am See das Leben nahm. Ebenso wie im Haus sind auch am See Entschärfungs-Experten im Einsatz, weil der Mann einen Rucksack mit einer Sprengvorrichtung bei sich hatte.

Der mutmaßliche Täter: Der am Lerchenauer See gefundene Toten ist nach erster Polizeieinschätzung der Tatverdächtige. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Deutschen mit Wohnsitz in Starnberg. An seiner Meldeadresse werden im Laufe des Vormittags Durchsuchungsmaßnahmen durch. Die 21-jährige Verletzte ist die Tochter des Tatverdächtigen, die 81-Jährige seine Mutter.

Die Wiesn: Die Stadt München teilt mit, wegen einer «unspezifischen Sprengstoffdrohung im Zusammenhang mit der Explosion im Münchner Norden» bleibe das größte Volksfest vorerst bis 17.00 Uhr geschlossen. Es gebe ein entsprechendes Schreiben des Täters. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagt: «Es geht darum, dass ein Täter die Wiesn bedroht hat und die Polizei und der Koordinierungskreis einhellig zu der Auffassung kamen, dass wir dieses Risiko, Menschen auf das Oktoberfest zu lassen, nicht eingehen können.» Das Oktoberfestgelände wird abgesucht, dafür wurden besonders viele Spürhunde benötigt. Auch Mitarbeiter mussten die Wiesn verlassen. Am frühen Nachmittag wird laut Stadt entschieden, wie es weitergeht.

Die Hintergründe: Die genauen Hintergründe der Tat sowie das Motiv sind zunächst unklar. Die Polizei geht davon aus, dass das Haus «im Rahmen eines Familienstreits» angezündet wurde. Zwar wurde nach der Veröffentlichung eines Schreibens im Netz auch ein Zusammenhang mit der Antifa aus der linksextremen Szene geprüft, man ermittle aber «nicht in Richtung Antifa», sagte ein Polizeisprecher. Auf der Plattform Indymedia, wo das Schreiben veröffentlicht wurde, kann jeder ohne Registrierung einen Beitrag veröffentlichen - auch anonym. Der Beitrag erschien dort, als erste Berichte über den Vorfall im Münchner Norden bereits veröffentlicht waren.

Das Oktoberfest: Ob die Wiesn am Mittwoch überhaupt noch öffnet, ist unklar. «Die Polizei wird alles tun, möglichst bis am Nachmittag um 17.00 Uhr die Wiesn komplett durchsucht zu haben, um damit Sicherheit zu gewähren. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich mich wieder melden, dann wird die Wiesn heute gar nicht eröffnet», sagte Oberbürgermeister Reiter auf Instagram. «Tut mir leid, anders geht’s nicht, Sicherheit geht vor.»

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UPDATE 2: 

München (dpa/vero) - Nach einer Explosion und einem Toten im Münchner Norden prüft die Polizei eigenen Angaben zufolge auch einen Zusammenhang mit der linksextremistischen Antifa.

Großbrand in München - Polizei findet Sprengfallen. Es gibt ein Bekennerschreiben von Linksextremisten.  | Foto: Roland Freund/dpa
  • Großbrand in München - Polizei findet Sprengfallen. Es gibt ein Bekennerschreiben von Linksextremisten.
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Auf der Website indymedia.org (lt. Innenministerium ist die Internetplattform „linksunten.indymedia“ nach Artikel 9 Absatz 2 des Grundgesetzes in Verbindung mit § 3 des Vereinsgesetzes verboten) wurde am frühen Morgen ein Text gepostet mit dem Titel «Antifa heißt Angriff». Darin hieß es: «In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus.»

Das Oktoberfest bleibt wegen Bombendrohung vorerst - vielleicht auch den ganzen Mittwoch - geschlossen.  | Foto: Roland Freund/dpa
  • Das Oktoberfest bleibt wegen Bombendrohung vorerst - vielleicht auch den ganzen Mittwoch - geschlossen.
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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) schließt nicht aus, dass das Oktoberfest am Mittwoch ganztägig geschlossen bleibt. «Die Polizei wird alles tun, möglichst bis am Nachmittag um 17.00 Uhr die Wiesn komplett durchsucht zu haben, um damit Sicherheit zu gewähren. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich mich wieder melden, dann wir die Wiesn heute gar nicht eröffnet», sagte Reiter auf der Plattform Instagram. «Tut mir leid, anders geht’s nicht, Sicherheit geht vor.»

Der Polizei sei das bekannt und sie prüfe wie bei allen anderen Hinweisen auch hier einen Zusammenhang, teilte ein Polizeisprecher mit.

Zuvor hatten ein Feuer und Explosionsgeräusche einen Großeinsatz ausgelöst. In einem Münchner Wohngebiet wurde ein völlig ausgebrannter Transporter gefunden - und ein Verletzter an einem nahen See, der kurz darauf verstarb. In einem Haus, das wohl vorsätzlich in Brand gesteckt wurde, fand die Polizei Sprengfallen. Das Münchner Oktoberfest blieb wegen einer Sprengstoffdrohung zunächst geschlossen. Die genauen Zusammenhänge sind noch unklar.

Nach der Sprengstoffdrohung wird das Münchner Oktoberfest nach Polizeiangaben abgesucht. «In den zufahrtsbeschränkten Bereichen um das Festgelände finden derzeit Absuchmaßnahmen statt», teilte die Polizei auf X mit. Sie rief Wiesn-Mitarbeiter auf, das Festgelände zu verlassen. Ihnen wurde «ein zugewiesener Bereich zur Verfügung» gestellt. Weitere «Schutzmaßnahmen» sollten folgen. Die Polizei sprach von «einer unspezifischen Sprengstoffdrohung».

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Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr.  | Foto: Roland Freund/dpa

Das Münchner Oktoberfest bleibt wegen einer Sprengstoffdrohung bis mindestens 17.00 Uhr geschlossen. Wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilte, gibt es einen Zusammenhang mit einer Explosion im Münchner Norden und ein Bekennerschreiben aus dem linksextremistischen Milieu. 

Der Täter: Wer hinter den Ereignissen steckt, ist bislang unklar. Die Identität der Person, die tot am Lerchenauer See gefunden wurde, ist unbekannt. Auch ist nicht bekannt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Art der Verletzungen der verstorbenen Person sowie die genaue Todesursache sind bisher nicht bekannt.
Die Hintergründe: Die genauen Hintergründe der Tat sowie das Motiv sind derzeit unklar.

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München (dpa) - Nach einem Feuer und dem Fund von Sprengfallen in einem Haus im Norden von München prüft die Polizei Zusammenhänge mit dem Oktoberfest. Das Volksfest blieb zunächst geschlossen. «Mögliche Zusammenhänge mit anderen Orten in München werden geprüft, darunter auch die Theresienwiese», teilte die Polizei auf X mit. «Aus diesem Grund verzögert sich die Öffnung des Festgeländes.»

Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus. | Foto: Roland Freund/dpa
  • Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus.
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Zuvor hatten ein Feuer und Explosionsgeräusche einen Großeinsatz ausgelöst. In einem Münchner Wohngebiet wurde ein völlig ausgebrannter Transporter gefunden - und ein sterbender Mensch an einem nahen See.

Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus. | Foto: Roland Freund/dpa
  • Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus.
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Um 4.41 Uhr war ein Notruf eingegangen, Anwohner im Stadtteil Lerchenau im Norden der bayerischen Landeshauptstadt hörten explosionsartige Geräusche oder Schüsse und sahen die Flammen.

Der oder die Verletzte starb nach Polizeiangaben am Vormittag. Auf X schrieb die Polizei, dass die verletzte Person mit den Geschehnissen um das brennende Haus im Zusammenhang stehen könnte. In dem Haus, das nach ersten Erkenntnissen vorsätzlich in Brand gesteckt wurde, wurden den Angaben zufolge Sprengfallen gefunden.

Dann hat's gebrannt

«Gegen circa fünf Uhr aufgewacht, weil es ein paar Mal gescheppert hat», sagte ein Anwohner. «Aufgestanden, nachgeschaut, und dann hat's gebrannt.» Eine weitere Anwohnerin berichtete von einer beißenden Rauchwolke, der Brandgeruch war weithin wahrnehmbar. Noch Stunden später war der Rauch aus der Ferne zu sehen. «Es wird alles evakuiert, die ganze Straße», sagte eine Frau. Die Polizei sperrte den Bereich großräumig ab, der Verkehr staute sich. Dem «Bild»-Bericht zufolge soll ein Mann Sprengsätze in seinem Elternhaus gelegt haben und sich anschließend das Leben genommen haben, doch offiziell bestätigt war auch das nicht.

Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus. | Foto: Roland Freund/dpa
  • Ein Transporter in der Nähe des brennendes Hauses brannte ebenfalls aus.
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Sperrzone um das brennende Gebäude

Schwer bewaffnete Einsatzkräfte waren in dem normalerweise sehr ruhigen Viertel am Rande Münchens unterwegs. Die Polizei ordnete einen Evakuierungsradius von 200 Metern rund um das brennende Gebäude an, der von den Anwohnern geräumt werden sollte. Auch eine Mittelschule wurde gesperrt. Die Feuerwehr war nach Angaben eines Sprechers mit etwa 100 Mann vor Ort.

Der oder die Tote wurde am Lerchenauer See gefunden, im Herbst ein beliebtes Ziel für Spaziergänger. Der See ist zu Fuß gut zehn bis fünfzehn Minuten von dem brennenden Haus entfernt. Zunächst war nicht bekannt, ob, es sich um einen Mann oder eine Frau handelte. Auch die Art der Verletzungen war ungewiss.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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