Zwölfjährige stirbt an S‑Bahnhof Feucht
Mutprobe mit tödlichem Ausgang

Etliche Einsatzkräfte waren vor Ort. (Symbolbild) | Foto: Lino Mirgeler/dpa
  • Etliche Einsatzkräfte waren vor Ort. (Symbolbild)
  • Foto: Lino Mirgeler/dpa
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

FEUCHT (dpa/ak) – Ein gefährliches Spiel unter Kindern hat am S‑Bahnhof Feucht ein Leben gekostet. Eine Zwölfjährige aus dem Nürnberger Land ist gestorben, nachdem sie versucht hatte, gemeinsam mit Freunden auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen. Die Polizei rekonstruierte den Ablauf anhand von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen: Die Gruppe hielt sich am Bahnsteig auf, mehrere Kinder sprangen auf den bereits rollenden Zug – ein Leichtsinn, der für das Mädchen tragisch endete. Sie stürzte und geriet unter die Bahn.

Die Freunde, ebenfalls im Alter von etwa zwölf Jahren, sprangen sofort wieder ab und setzten den Notruf ab. Rettungskräfte brachten das schwer verletzte Mädchen mit massiven Kopf- und Beinverletzungen in ein Krankenhaus. Einen Tag später erlag sie dort ihren Verletzungen.

Die Kriminalpolizei sicherte am Bahnhof Spuren, wertete die Überwachungskameras aus und befragte Zeugen. Für die Ermittlungen musste die Strecke zeitweise gesperrt werden.

Das Phänomen des sogenannten S‑Bahn‑Surfens beschäftigt die Bundespolizei immer wieder. Eine Sprecherin aus München erklärte, dass es keine verlässlichen Zahlen gebe und die Dunkelziffer hoch sei, weil viele Vorfälle unbemerkt blieben. In der Region München seien die jüngsten Fälle glimpflich ausgegangen, doch das sei reiner Zufall. Jeder Sprung auf einen fahrenden Zug sei lebensgefährlich.

Auffällig sei, dass meist junge Menschen und häufig Minderjährige beteiligt seien. Erwachsene tauchten in den Statistiken zuletzt nicht auf, was jedoch nicht bedeute, dass es keine entsprechenden Fälle gebe.

Um solche Unfälle zu verhindern, sind Bundespolizei und Deutsche Bahn seit Jahren mit Präventionsbeamten unterwegs. Sie besuchen Schulen, sprechen über Risiken beim Überqueren von Gleisen, über das Klettern auf Waggons und über das S‑Bahn‑Surfen. Auch in sozialen Medien versuchen sie, Jugendliche zu erreichen. In einem der Clips heißt es unmissverständlich: „Das Klettern auf Zügen und das Surfen sowieso ist lebensgefährlich. Ihr habt doch nur dieses eine Leben.“ Und weiter: „Falls ihr Freunde habt, die euch auf so eine Idee bringen: Das sind nicht eure Freunde.“

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

Webseite von Arthur Kreklau
Arthur Kreklau auf Facebook
Arthur Kreklau auf Instagram
Arthur Kreklau auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

25 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.