Das will der wiedergewählte OB anpacken
Schwabach: Peter Reiß im MarktSpiegel-Interview
- OB Peter Reiß ist in seine zweite Amtszeit gestartet.
- Foto: Ludwig Olah
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Schwabach (vs) – Im Mai hat die zweite Amtszeit des wieder gewählten Oberbürgermeisters Peter Reiß (SPD) begonnen. Der MarktSpiegel hat nachgefragt.
MSP: Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die vergangenen sechs Jahre zurück. Was ist aus Ihrer Sicht gut gelaufen, was eher nicht?
OB Peter Reiß: In den vergangenen sechs Jahren haben die gesamte Stadt, aber auch das Stadtratsgremium, einiges an Herausforderungen bewältig – gerade auch große. Ich denke an die Corona-Pandemie, die Gasmangellage, Flucht aus der Ukraine, stark gestiegene Baupreise und die bundesweite Rezession. Gleichwohl ist es zum einen gelungen, dass Schwabach all dies gemeistert hat, und wir gleichzeitig wichtige Fragen der Weiterentwicklung unserer Stadt geklärt haben, beispielsweise mit der gemeinsamen großen Zukunftskonferenz. Sicher gibt es immer auch Dinge, die man im Rückspiegel noch etwas anders angepackt hätte. In den zentralen Fragen herrscht aber große Einigkeit in unserer Stadt und das ist sehr erfreulich!
Welche Projekte wollen Sie in Ihrer zweiten Amtszeit als nächstes anpacken?
Unsere wichtigsten Projekte werden ohne Zweifel die Fortführung der angepeilten Schulsanierungen sein. Das ist nicht ohne, gerade weil finanziell die Spielräume kleiner sind als noch vor zehn Jahren. Mir ist es aber wichtig, hier keinen Investitionsstau aufzuhäufen – das wäre nicht verantwortungsbewusst für die Zukunft unserer Kinder und die Aufgabenlast zukünftiger Jahre. Daher wäre mein Wunsch, dass wir FOS-Neubau mit Sanierung an der Wirtschaftsschule, WEG-Sanierung, Realschul-Sanierung und unsere Sporthallensanierungen konsequent angehen, ebenso wie etliche weitere kleinere Schulbaumaßnahmen.
Gibt es neue Attraktionen oder auch einmalige wichtige Ereignisse, auf die wir uns in diesem Jahr freuen dürfen?
Unsere großen Veranstaltungen, die ja auch oft von viel Ehrenamt leben, machen unser Schwabach aus. Dafür haben wir uns mit Recht einen hervorragenden Ruf in der Region und darüber hinaus erarbeitet. Für den Herbst diesen Jahres wird sicher die Eröffnung des neuen Hallenbads ein toller Moment für alle sein. Und wir erhoffen uns, nach der Anerkennung als deutsches Kulturerbe, nunmehr in unserem Museum den Titel „Deutsches Blattgoldmuseum“ zuerkannt zu erhalten. Das wäre ein Impuls, das Thema Gold auch touristisch noch einmal stärker zu vermarkten.
Wie ist die finanzielle Situation in Schwabach?
Die finanziellen Spielräume sind deutlich kleiner als noch vor zehn Jahren. Maßgeblich liegt das natürlich daran, dass die Einnahmen von Kommunen nicht mit den Ausgabensteigerungen für neue Aufgaben schritthalten. Beschlüsse in Berlin und München müssen ja mit dem bestehenden Personal vor Ort umgesetzt werden, dafür gibt es oft keine zusätzlichen Mittel für Kommunen. Wir haben diesen Spagat in den vergangenen Jahren stets noch gut gemeistert, haben aber auch durchaus schon einige Konsolidierungsmaßnahmen getroffen. Wenn hier für Städte nicht grundsätzlich mehr geht, wird das auch bedeuten, bei Gelegenheit zu diskutieren, was eine Stadt nicht mehr leisten kann. Es bleibt aber dabei: Andere sind hier deutlich schlechter aufgestellt.
Wenn Sie in die Zukunft schauen: Wo sehen Sie die Goldschlägerstadt 2032?
Wir haben eine starke Stadtgesellschaft, die zusammenarbeitet, sich auffängt, wo Hilfe benötigt wird und auch ihre Feste feiert. Diesen Zusammenhalt sehe ich auch 2032 ungebrochen!
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