Nürnberger Kunstakademie wird erweitert

Der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen des Bayerischen Landtags hat Mittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro für den Neubau eines dauerhaft nutzbaren Ausweichgebäudes an der Akademie für Bildende Künste in der Bingstraße genehmigt. Das Ausweichgebäude mit einer geplanten Nutzfläche von 352m² ist erforderlich, weil die unter Denkmalschutz stehenden Altgebäude der Akademie generalsaniert werden müssen. Die Kosten für die Sanierung des ersten Altgebäudes in Höhe von rund drei Millionen Euro wurden ebenfalls genehmigt.

Der Nürnberger Landtagsabgeordnete Hermann Imhof (CSU) begrüßt die Entscheidung des Finanzausschusses: "Es freut mich sehr, dass sich der Ausschuss gegen ein kostengünstigeres Provisorium und stattdessen für ein Gebäude in Massivbauweise entschieden hat, das auch nach Abschluss der Sanierungsarbeiten genutzt werden kann. Die Akademie hat einen akuten Platzbedarf, zum Beispiel durch den im vergangenen Jahr neu geschaffenen Lehrstuhl für Fotografie. Mittelfristig wäre ohnehin ein Erweiterungsbau notwendig geworden. Deshalb ist die Entscheidung auch aus wirtschaftlicher Sicht richtig."

Die Nürnberger Akademie für Bildende Künste ist die älteste Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2012 feierte sie ihr 350-jähriges Bestehen. Der Campus besteht neben einem 2013 fertiggestellten Erweiterungsbau aus einem Gebäudeensemble, das zwischen 1952 und 1954 nach Plänen von Sep Ruf errichtet wurde. Die Anlage gilt als bedeutendes Beispiel einer Nachkriegsarchitektur, die einen gesellschaftlichen Neuanfang und ein neues Werteverständnis repräsentiert. Neben der grundlegenden Sanierung sind Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung des gesamten Campusgeländes vorgesehen. Für die abschnittsweise Sanierung der einzelnen Bestandsgebäude ist eine Gesamtbauzeit von insgesamt zehn Jahren angesetzt.
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