Stadt Erlangen
Fußverkehrskonzept beschlossen
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ERLANGEN (pm/mue) - Der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Erlanger Stadtrats hat eine umfassende Netzkonzeption für den Fußverkehr im gesamten Stadtgebiet beschlossen.
Diese, so heißt es in einer Pressemeldung weiter, bildet die Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Fußverkehrs und zur Förderung einer Stadt der kurzen Wege. Unterschieden wird dabei in drei Kategorien: das Hauptnetz für zentrale Alltagsverbindungen, das Nebennetz für weitere Einzelziele wie Grundschulen und soziale Einrichtungen sowie Verbindungsstrecken an Ortsrändern und zwischen Ortsteilen. Zudem wird eine vierte Kategorie, so genannte Flanierrouten, entwickelt. Diese Fußwegeachsen haben eine besondere Bedeutung für Nutzung und Gestaltung und könnten etwa als Themenrouten für Gesundheit oder Spiel weiter entwickelt werden.
Orientierung an gesetzlichen Vorgaben
Zur Förderung des Fußverkehrs wurden verbindliche Qualitätsstandards definiert, die bei Neuplanungen und Umgestaltungen gelten. Diese betreffen Wegführung, Umfeld des öffentlichen Nahverkehrs, Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit. Die Standards orientieren sich an aktuellen gesetzlichen Vorgaben und werden schrittweise umgesetzt. Zudem wurde beschlossen, ein einheitliches Vorgehen beim Gehwegparken einzuführen. In 52 Straßenabschnitten des Fußwegenetzes ist Gehwegparken erlaubt, obwohl in rund 92 Prozent der Fälle die Gehwegbreite von 2,50 Metern nicht eingehalten wird. Dies beeinträchtige besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Problempunkte würden nun systematisch angegangen; dabei werde auch geprüft, wie Parkmöglichkeiten ggf. auf Fahrbahnen oder in Quartiersgaragen verlagert werden können. Die Umsetzung könne nach dem finalen Beschluss im Herbst 2026 (geplant) beginnen, insofern die entsprechenden Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
www.erlangen.de/zu-fuss
Autor:Uwe Müller aus Nürnberg |
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