40 Namen für eine ökologisch-soziale Stadt
Grüne nominieren Stadtratsliste

Mit diesem Spitzenduo (OB-Kandidatin Annette Prechtel und Steffen Müller-Eichtmayer) gehen die Forchheimer Grünen in die Kommunalwahl.
  • Mit diesem Spitzenduo (OB-Kandidatin Annette Prechtel und Steffen Müller-Eichtmayer) gehen die Forchheimer Grünen in die Kommunalwahl.
  • Foto: FGL
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

FORCHHEIM (fgl/rr) – Mit der klaren Erwartung, deutlich mehr Sitze im Stadtrat zu bekommen, geht die Forchheimer Grüne Liste (FGL) in die Kommunalwahl 2020. Bei der Nominierungsversammlung für die Stadtratsliste in der Kersbacher Waldgaststätte wählten die Mitglieder Oberbürgermeisterkandidatin Annette Prechtel an die Spitze. Männlicher Spitzenkandidat ist auf Platz 2 der 46-jährige Geograph und Wirtschaftswissenschaftler Steffen Müller-Eichtmayer. Er betonte in seiner Bewerbungsrede die Notwendigkeit einer Verkehrswende und einer ganzheitlichen Stadtplanung in Forchheim.

Die Liste besteht je zur Hälfte aus Frauen und Männern und wird aller Voraussicht nach viele neue Gesichter in den Stadtrat bringen. Denn auf dem aussichtsreichen Platz 3 kandidiert die 39-jährige, Kersbacher Buchhändlerin Sabine Sklenar, auf Platz 6 der Sprecher der Forchheimer Grünen, Emmerich Huber. Der 66-jährige Rechtsanwalt steht für das Thema Energiewende, hat sich aber auch im Kampf gegen Rechtsextremismus und als Initiator des Pulse of Europe einen Namen gemacht. Auf Platz 7 folgt die Gymnasiallehrerin Andrea Hecking, auf Platz 8 der Küchenmeister Marco Neubauer, beide erst vor kurzem nach Forchheim zugezogen. Für neue Akzente in der Stadtpolitik könnten auch die Ökotrophologin Ulrike Eichler („Urban Gardening“) auf Platz 9 und der Betriebswirt Tobias Kaufmann auf Platz 10 sorgen. Kaufmanns dringendstes Anliegen ist, vor Ort mehr für den Klimaschutz zu tun.

Die beiden Stadträte Gerhard Meixner und Edith Fießer dürften für Kontinuität sorgen. Sie treten auf den relativ sicheren Listenplätzen 4 und 5 an. Meixner, der den sozialen Aspekt grüner Kommunalpolitik betonte, hatte erwogen, sich nach Jahrzehnten aus der Stadtratsarbeit zurückzuziehen, ließ sich aber durch die OB-Kandidatur Prechtels zum Weitermachen motivieren.

Annette Prechtel betonte in ihrem Statement, dass sie sich als Oberbürgermeisterin eine starke grüne Fraktion wünscht. „Uns geht es um eine ökologisch-soziale Stadt. Wir wollen und werden noch viel kraftvoller als bisher an einem zukunftsverantwortlichen Forchheim arbeiten. Wir wollen die große Offenheit, die aktuell für die grünen Themen da ist, nutzen und eine sachliche, kompetente und zuversichtliche Wahlkampagne führen.“ Ökologische und soziale Themen bräuchten mehr Gewicht im Stadtrat und mehr Stimmen, die sich konsequent dafür einsetzen. „Konsequent und mit Rückgrat, 6 Jahre lang und nicht nur in Wahlkampfzeiten“, so Prechtel unter Hinweis darauf, dass andere Parteien derzeit ihr ökologisches Gewissen entdecken. Sie dankte allen 40 Bewerbern für die Bereitschaft, sich in den kommenden Monaten für ein gutes Wahlergebnis einzusetzen.

Mit der gesellschaftlichen Breite der Stadtratsliste könne das gelingen. Auf der Liste finden sich Kandidaten aus fast allen Stadtteilen, die in unterschiedlichsten Bereichen verankert sind. Mit dabei sind beispielsweise der Vorsitzende des Bund Naturschutz, Ulrich Buchholz, der Unternehmer und Alpenvereins-Vorstand Michael Haensch, Aktive des Jungen Theaters wie Melanie Rövekamp und der Musikerinitiative Megafon mit Gerhard Weiß, aber auch Aktive traditioneller Vereine wie Albert Fießer vom Männerchor Eintracht Reuth oder Linus Strom vom Musikverein Forchheim-Buckenhofen.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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