Mehr Ruhe im Schulalltag
„Gelassene Schule“ wird flächendeckend eingeführt

Lehrkräfte und Schulleitungen trafen sich mit den Initiatoren des Präventionsprogramms „Gelassene Schule“ an der Grundschule in Cadolzburg, um ihre Schilder als Zeichen der erfolgreichen Teilnahme an der Initiative entgegen zu nehmen. | Foto: Roland Beck
  • Lehrkräfte und Schulleitungen trafen sich mit den Initiatoren des Präventionsprogramms „Gelassene Schule“ an der Grundschule in Cadolzburg, um ihre Schilder als Zeichen der erfolgreichen Teilnahme an der Initiative entgegen zu nehmen.
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LANDKREIS FÜRTH (pm/ak) – Im Landkreis Fürth wird das Präventionsprogramm „Gelassene Schule“ künftig an allen Grundschulen umgesetzt. Was im September 2024 als Pilotprojekt an der Grundschule Zirndorf 1 begann und dort bis April 2025 erprobt wurde, hat sich so überzeugend bewährt, dass nun eine Finanzierung für sämtliche Grundschulen im Landkreis gesichert werden konnte. Besonders die positive Rückmeldung der Lehrkräfte spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Bereits im laufenden Schuljahr haben fünf weitere Schulen das Konzept übernommen: die Grundschule Großhabersdorf, die Pestalozzi‑Grundschule Oberasbach, die Grundschule Veitsbronn, die Grundschule Cadolzburg und die Rangaugrundschule Egersdorf. Landrat Bernd Obst, zugleich Vorsitzender des Vereins 1‑2‑3 e. V., überreichte den beteiligten Schulen in Cadolzburg, Egersdorf und Veitsbronn symbolisch das Zertifikat „Gelassene Schule“. Die weiteren Schulen erhalten ihre Auszeichnung durch Programmreferentin Elke Hafner.

Das Präventionsprogramm richtet sich vor allem an Lehrkräfte der dritten und vierten Klassen. In einer dreiteiligen Multiplikatorenschulung werden Methoden vermittelt, die Kindern helfen sollen, Stress zu regulieren und innere Ruhe zu finden. Dazu gehören einfache Atemübungen, Entspannungstechniken und Strategien zur mentalen Fokussierung. Ergänzend finden Elternabende statt, um das Thema auch im häuslichen Umfeld zu verankern. Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich von der SRH Hochschule in Fürth, die bereits seit der Pilotphase die Wirkung dokumentiert und auswertet.

Für die Schulen entstehen keine Kosten. Finanziert wird das Programm von der Techniker Krankenkasse, während die GesundheitsregionPlus des Landkreises die Organisation übernimmt. Materialien wie Poster oder Memory‑Karten werden gemeinsam mit dem Verein 1‑2‑3 e. V. bereitgestellt.

Um die langfristige Verankerung sicherzustellen, werden die Lehrkräfte in den kommenden zwei Schuljahren weiter geschult. Mit der nun gesicherten Finanzierung beginnt die Phase der flächendeckenden Umsetzung. Landrat Bernd Obst betonte zum Abschluss die Bedeutung des Projekts und dankte allen beteiligten Partnern. Ziel sei es, Kinder frühzeitig zu stärken – für ihren Schulalltag und für ihr weiteres Leben.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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