Psychische Erste Hilfe
Neues Kursprogramm in Stadt und Landkreis Fürth gestartet
- v.l.n.r.: Bürgermeister Stadt Fürth Markus Braun, Lisa Rogner, Kommunales Gesundheitsmanagement Stadt Fürth, Prof. Dr. Langguth und Roger Schmidt, Projektleiter HSN, Martina Eckmüller, GesundheitsregionPlus Landkreis Fürth, Isabelle Rausch, Fortbildungsreferentin HSN, Kathrin Kröniger Kommunales Gesundheitsmanagement Stadt Fürth, Landrat Bernd Obst sowie Dr. Mirka Möldner, Abteilungsleitung Landratsamt Fürth.
- Foto: Landratsamt Fürth
- hochgeladen von Arthur Kreklau
LANDKREIS FÜRTH (pm/ak) – In Fürth hat ein Angebot begonnen, das Menschen mehr Sicherheit im Umgang mit seelischen Krisen geben soll. Unter dem Titel „Helfen in Seelischer Not“ (HSN) vermitteln kurze Schulungen, wie Warnsignale erkannt, Gespräche eröffnet und Betroffene an passende Hilfsstellen weitergeleitet werden können. Das Programm ist nun sowohl in der Stadt als auch im Landkreis verfügbar.
Landrat Bernd Obst und Fürths Bürgermeister Markus Braun eröffneten die Initiative im Landratsamt am Stresemannplatz. Beide betonten, wie wichtig es sei, Hemmschwellen abzubauen und grundlegendes Handlungswissen zu vermitteln. Psychische Krisen könnten jeden treffen, sagte Obst. Braun verwies darauf, dass schnelle Hilfe bei seelischer Not ebenso entscheidend sein könne wie Erste Hilfe bei körperlichen Verletzungen.
Ermöglicht wird das Angebot durch die Manfred Roth Stiftung, die insgesamt 15 kostenlose Kurse finanziert. Organisiert werden sie von der Gesundheitsregion Plus des Landkreises und dem kommunalen Gesundheitsmanagement der Stadt Fürth. Inhaltlich orientiert sich HSN an klassischen Erste-Hilfe-Kursen, allerdings mit Blick auf seelische Belastungen. Die Teilnehmenden lernen, aufmerksam hinzuschauen, ein Gespräch zu beginnen und bei Bedarf professionelle Unterstützung einzubeziehen. Grundlage sind die drei Schritte „Hinschauen, Sprechen und Netzwerken“. Entwickelt wurde das Konzept an der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem medbo Bezirksklinikum und dem Studienzentrum Josefstal; begleitet wird es wissenschaftlich und vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert.
Bei der Auftaktveranstaltung erläuterte Projektleiter Prof. Dr. Berthold Langguth die Bedeutung psychischer Erster Hilfe. Fortbildungsreferentin Isabelle Rausch berichtete aus der Praxis und machte deutlich, dass das Thema in vielen Lebensbereichen relevant ist – am Arbeitsplatz, in Schulen, Vereinen oder im privaten Umfeld.
Direkt nach der Vorstellung nahmen Mitarbeitende der Stadt und des Landratsamtes an einer ersten Schulung teil. Sie beschäftigten sich mit möglichen Warnsignalen, geeigneten Gesprächseinstiegen und den Grenzen eigener Unterstützungsmöglichkeiten.
Kurstermine für Bürgerinnen und Bürger
16. Oktober, 16:00 bis 18:00 Uhr Volkshochschule Südlicher Landkreis Fürth
27. Oktober, 18:30 bis 20:30 Uhr Volkshochschule Stadt Fürth
16. November, 19:00 bis 21:00 Uhr Volkshochschule Südlicher Landkreis Fürth
25. November, 19:00 bis 21:00 Uhr Volkshochschule Stadt Fürth
28. Januar 2027, 18:30 bis 20:30 Uhr Volkshochschule Stadt Fürth
Weitere Informationen zu den Kursen sowie die Buchung erfolgt über die jeweilige
Volkshochschule.
Zusätzlich sind Angebote für Mitarbeitende der Landkreisgemeinden sowie für einen Partnerschaftsverein geplant. Weitere Zielgruppen wie Schulen, Vereine und Unternehmen sollen künftig ebenfalls einbezogen werden.
Mit der neuen Initiative wollen Stadt und Landkreis Fürth dazu beitragen, seelische Krisen früher zu erkennen und Betroffene schneller mit geeigneten Hilfsangeboten in Kontakt zu bringen.
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