Planungen konkretisieren sich
Radschnellweg im Westen
- V.l.n.r.: Gerhard Klein Stadt Zirndorf, Marcus Spath 1. Bürgermeister Stadt Zirndorf, Landrat Bernd Obst, Naemi Minartz Landkreis Fürth, Steffen Stark Staatliches Bauamt Nürnberg, Ralf Klein Stadt Zirndorf, Norbert Weber Staatliches Bauamt Nürnberg und Andreas von Dobschütz Staatliches Bauamt Nürnberg.
- Foto: Thomas Klein
- hochgeladen von Arthur Kreklau
ZIRNDORF (pm/ak) – Die Arbeiten an der Radschnellverbindung Nürnberg – Stein – Oberasbach – Zirndorf gehen in die nächste Phase. Nachdem Ende 2025 der erste Teilabschnitt bei der Kleingartenanlage in Zirndorf freigegeben wurde, richtet sich der Blick nun auf den westlichen Ausbau in Richtung Leichendorf. Mit diesem Schritt soll die Lücke zum Biberttalradweg geschlossen und die zentrale West‑Ost‑Achse zwischen Nürnberg und dem Landkreis Fürth weiter gestärkt werden. Ein Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.
Landrat Bernd Obst spricht von einem wichtigen Fortschritt für die regionale Mobilität. Der neue Abschnitt schaffe eine klimafreundliche Alternative zum Auto und verbessere die Anbindung der Gemeinden an die Großstadt. Auch Zirndorfs Bürgermeister Marcus Spath hebt die Bedeutung des Projekts hervor – vor allem mit Blick auf die Verkehrssicherheit und die Attraktivität der Strecke für den Radverkehr.
Dass der Radschnellweg großes Potenzial hat, zeigt die aktuelle Studie „Mobilität in Deutschland“. Im Landkreis Fürth werden bislang nur rund fünf Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, während mehr als die Hälfte auf den motorisierten Individualverkehr entfällt. Für Obst ist der Ausbau daher ein zentraler Baustein, um den Radverkehr langfristig zu stärken.
Der geplante Westabschnitt erstreckt sich von der Jordanstraße bis zur Kreuzung Rothenburger Straße/Schwabacher Straße und erweitert die erste nordbayerische Radschnellverbindung um rund 1,2 Kilometer. Vorgesehen sind unterschiedliche Querschnitte: teils eine vier Meter breite Radfahrbahn mit separatem Fußweg, teils gemeinsame Geh- und Radwege mit fünf Metern Breite. Ein zentrales Element ist die Querung der Kreisstraße FÜ19, für die ein eigenes Kreuzungsbauwerk entstehen soll. Nach Abschluss der laufenden Abstimmungen mit dem Landratsamt Fürth soll 2027 zunächst dieses Bauwerk errichtet werden, der restliche Abschnitt folgt 2028.
Um das Projekt sichtbarer zu machen, wurden an der Frauenschlägerstraße sowie an der Kreuzung Rothenburger Straße/Schwabacher Straße neue Infotafeln aufgestellt. Sie zeigen den geplanten Verlauf der Verbindung und erläutern technische Details. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen sind auf den Internetseiten des Staatlichen Bauamts Nürnberg, der Stadt Nürnberg und unter radschnellverbindung.info abrufbar.
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