Die „goldenguide“ brillierten bei den Stadt(ver)führungen
Von Adebar, Pottwalen und bitterer Chinarinde

Bestgelaunt führten Johanna Kläver (l.) und Stephanie Oschmann die Teilnehmer ihrer Tour zurück in die Zeit von Pest und Colera.
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  • Bestgelaunt führten Johanna Kläver (l.) und Stephanie Oschmann die Teilnehmer ihrer Tour zurück in die Zeit von Pest und Colera.
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  • hochgeladen von Tom Schreiner

NÜRNBERG (tom) – Bei absolutem Kaiserwetter fanden in Nürnberg und Fürth die diesjährigen Stadt(ver)führungen statt. Entsprechend großartig war die Stimmung auf den vielfältigen Routen. Vor allem auch bei den fünf (Ver)Führungen, die Stephanie Oschmann und Johanna Kläver an diesem Wochenende anboten.

Die beiden erfahrenen Museumspädagoginnen haben vor zwei Jahren „goldenguide“ ins Leben gerufen und bieten in diesem Rahmen fünf individuelle Führungen und Events an, ein weiterer ist gerade in der Planung. Mit ihrem Angebot, bei dem das Spielerische, Anekdotenhafte aber auch die Möglichkeit des Mit- und Selbermachens im Mittelpunkt steht, wenden sie sich in erster Linie an geschlossene Gruppen (Unternehmen, Arztpraxen, Reisegruppen…).

Glücksbringer zwischen Pest und Corona

An den Stadt(ver)führungen nahmen Stephanie Oschmann und Johanna Kläver mit einer Führung zum Thema „Glücksbringer zwischen Pest und Corona“ teil. Vom Bunnenhansel im Heilig-Geist-Spital, dem das klare Wasser aus seiner Schalmei hervorsprudelt, ging es vorbei am Schönen Brunnen mit seinem golden glänzenden Messingring hoch zur Kaiserburg.
Dabei berichteten die beiden Führerinnen von der Rolle die die Versorgung mit reinem, sauberem Wasser für das mittelalterliche Nürnberg spielte, aber auch von den Maßnahmen zur Vermeidung von Epidemien und zur Bekämpfung von Pest, Colera & Co. Von natürlichen Desinfektionsmitteln wie Messing und Kupfer war dabei die Rede oder von mehr oder weniger wirkungsvollen Mitteln gegen die Seuche – Tabakrauch, Chinarinde, die man aus Geschmacksgründen mit Gin versetzte, und Ambra, einer Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen.
Nicht zuletzt gingen die „goldenguide“ im Rahmen ihrer 45-minütigen Tour auch darauf ein, wie nach überstandener Krise die Lebensfreude in die Noris zurückkehrte. Hier lässt sich auch noch einmal der Bogen zurück in unsere Gegenwart schlagen. Denn gerade die drei Tage der Stadt(ver)führungen machten deutlich, wie glücklich und dankbar die Bevölkerung ist, nach Monaten der Einschränkungen wieder Kultur geboten zu bekommen.
www.goldenguide.de

Autor:

Tom Schreiner aus Fürth

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