Stark begonnen, gut mitgehalten
FCN fordert Leverkusen lange
- Am Ende war Bundesligist Bayer Leverkusen zu stark für den 1. FC Nürnberg.
- Foto: Federico Gambarini/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
NÜRNBERG (Jana Glose/dpa/ak) – Der 1. FC Nürnberg hat beim DFB-Pokalspiel in Leverkusen zwar eine 2:5-Niederlage kassiert, dennoch überwog nach dem Abpfiff die Erkenntnis, dass der Zweitligist mit einem Spitzenteam auf Augenhöhe mithalten kann. Nach einer starken ersten Halbzeit führte der Club sogar 2:0 und brachte den Favoriten zeitweise ernsthaft in Bedrängnis.
Das imponierte auch dem Gegner. Leverkusens Jonas Hofmann traut den Franken den Aufstieg zu. Die Nürnberger könnten „sehr, sehr gut“ schon in der kommenden Saison wieder in der Bundesliga spielen, sagte der Offensivspieler.
FCN-Trainer Miroslav Klose sah seine Mannschaft trotz des deutlichen Endstands bestätigt. Das Ergebnis falle etwas zu hoch aus, meinte der Weltmeister von 2014. Vor allem die erste Halbzeit habe gezeigt, dass Nürnberg auch gegen Mannschaften dieser Qualität bestehen könne. Zustimmung kam von Leverkusens Coach Carles Martínez. Der Spanier lobte insbesondere das Offensivspiel des Zweitligisten und betonte, sein Team sei vor den Qualitäten der Franken gewarnt gewesen.
Dass die Partie letztlich doch kippte, hatte für Klose einen entscheidenden Moment: den Anschlusstreffer kurz vor der Pause. Dieser habe seine Mannschaft „ein bisschen gebrochen“. Danach spielte Bayer seine Klasse konsequent aus, vor allem bei Standardsituationen. Zwei Treffer fielen direkt nach Ecken, ein Tor per Elfmeter, ein weiteres nach einem abgewehrten Eckball. Für Nürnbergs Kapitän Jan Reichert war genau das der Knackpunkt: Drei Gegentore nach Standards seien schlicht zu viel und müssten künftig besser verteidigt werden.
Die Enttäuschung über das Pokal-Aus sei natürlich groß, sagte Klose. Gleichzeitig richtete er den Blick schnell wieder auf den Liga-Alltag. Bereits am Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli die nächste schwere Aufgabe. Aus dem Auftritt beim Double-Sieger von 2024 will der Tabellenzweite der 2. Bundesliga deshalb vor allem Selbstvertrauen mitnehmen.
Auch Reichert zog ein positives Fazit. Seine Mannschaft könne erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Der große Traum von der Rückkehr in die Bundesliga lebt jedenfalls weiter. Dann könnte es schon bald auch in der Liga zu einem Wiedersehen mit Bayer Leverkusen kommen.
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