Bahn, Kredite, Weihnachtsmarkt
Das ändert sich im November
- Werden Pakete aus dem Ausland teurer? (Symbolbild)
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BERLIN (dpa/ak) – Mit dem November treten mehrere Änderungen in Kraft, die vom Onlinehandel über Verbraucherkredite bis hin zum Bahnverkehr reichen. Für Autofahrer wird zudem eine wichtige Frist fällig, während in vielen deutschen Städten bereits die ersten Weihnachtsmärkte ihre Tore öffnen.
Wer künftig Waren aus Nicht-EU-Staaten bestellt, könnte die Folgen einer neuen Importgebühr indirekt zu spüren bekommen. Ab November wird für Produkte, die aus Drittländern wie China oder den USA in die Europäische Union eingeführt werden, eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von zwei Euro erhoben. Zahlen müssen diese Abgabe zwar die Onlinehändler oder Importeure. Betroffen sind vor allem große Plattformen wie Shein, Temu oder AliExpress, die preisgünstige Waren in großer Zahl nach Europa liefern. Verbraucher werden zwar nicht unmittelbar zur Kasse gebeten, Fachleute halten es jedoch für möglich, dass die Kosten über höhere Verkaufspreise zumindest teilweise an die Kundschaft weitergereicht werden.
Für viele Autobesitzer rückt im November zugleich ein wichtiger Stichtag näher. Wer seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, sollte den 30. November nicht verpassen. Bei zahlreichen Verträgen endet an diesem Tag die Kündigungsfrist. Voraussetzung dafür ist, dass das Versicherungsjahr jeweils zum 31. Dezember ausläuft. Die Kündigung muss spätestens am 30. November beim bisherigen Versicherer eingegangen sein. Verbraucherschützer raten daher, bestehende Tarife rechtzeitig zu prüfen und mögliche Alternativen zu vergleichen.
Eine dauerhafte Neuerung gibt es bei der Deutschen Bahn. Das im Sommer eingeführte Familienticket wird ab dem 1. November fest ins Angebot aufgenommen. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen eine Hin- und Rückfahrt im ICE einschließlich Sitzplatzreservierung buchen. Der Vorverkauf beginnt bereits am 26. Oktober. Ursprünglich war das Angebot lediglich für die Ferienzeit vorgesehen. Aufgrund der großen Nachfrage entschied sich die Bahn, das Ticket dauerhaft anzubieten.
Strengere Vorgaben gelten künftig bei kleinen Krediten und Ratenkäufen. Ab dem 20. November müssen Anbieter von sogenannten Minikrediten sowie von zinsfreien Zahlungsaufschüben genauer prüfen, ob Kunden die Rückzahlung tatsächlich leisten können. Die neuen Regeln erfassen auch kurze Kreditlaufzeiten und Beträge bis 200 Euro. Hintergrund ist der Wunsch des Gesetzgebers, Verbraucher besser vor Überschuldung und den Risiken vermeintlich unkomplizierter Finanzierungsangebote zu schützen. Dienste nach dem Prinzip „Jetzt kaufen, später bezahlen“ werden damit künftig stärker reguliert.
Eine Frist betrifft außerdem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit höheren beruflichen Aufwendungen. Wer beispielsweise lange Wege zur Arbeit zurücklegt oder erhebliche Kosten für Fortbildungen trägt, kann über eine Lohnsteuerermäßigung bereits während des Jahres steuerlich entlastet werden. Anstatt bis zur Einkommensteuererklärung zu warten, wird die Steuerlast unmittelbar über den Lohnsteuerabzug reduziert. Die endgültige Höhe der Einkommensteuer verändert sich dadurch zwar nicht, doch die Entlastung wirkt früher. Anträge für das laufende Jahr können noch bis zum 30. November beim Finanzamt eingereicht werden. Gleichzeitig startet am 1. November bereits die Antragsfrist für das Jahr 2027.
Während die Tage kürzer werden, beginnt vielerorts auch die Weihnachtsmarktsaison. Obwohl das erste Adventswochenende in diesem Jahr erst auf den 28. und 29. November fällt, öffnen zahlreiche große Märkte schon deutlich früher. In Aachen und München beginnt die Saison am 20. November. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt sowie der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt folgen am 23. November. Der Dresdner Striezelmarkt startet am 25. November, bevor am 27. November der Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet wird.
Der November bringt damit eine Reihe von Neuerungen und Fristen mit sich. Besonders Verbraucher, Reisende und Autofahrer sollten die Termine im Blick behalten, um finanzielle Vorteile zu nutzen oder unnötige Kosten zu vermeiden.
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