Landeskonferenz in Nürnberg
Bayern will die Sicherheitswacht ausbauen
- Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (vorne, l.) bei der 10. Landeskonferenz der Sicherheitswacht in Nürnberg: Sicherheitswacht soll auf 2.000 Ehrenamtliche ausgebaut werden.
- Foto: BayStMI / Daniel Löb
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- Sie sehen Polizisten ähnlich, sind es aber nicht.
- Dennoch sollen die Mitglieder der Sicherheitswacht - wie der Name schon sagt - für mehr Sicherheit sorgen.
- Und es sollen immer mehr werden.
Nürnberg (dpa/lby) - Bayern will die sogenannte Sicherheitswacht weiter ausbauen: Ungeachtet zuletzt leicht rückläufiger Zahlen peilt Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Größenordnung von 2.000 Mitgliedern an.
- Für besondere Verdienste zeichnete Joachim Herrmann sechs Frauen und Männer der Bayerischen Sicherheitswacht aus, darunter Ingrid Steinegger (l.) und Sylvia Jähnig von der Sicherheitswacht München. Im Rahmen eines Streifengangs stellten beide eine junge Frau fest, die am Geländer einer Autobahnbrücke saß und sich augenscheinlich in den Tod stürzen wollte. Die Frau konnte dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten gerettet werden.
- Foto: BayStMI / Daniel Löb
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Mehr als 1.430 hoch motivierte Frauen und Männer in rund 270 bayerischen Städten und Gemeinden engagierten sich aktuell ehrenamtlich für die bayerische Sicherheitswacht, sagte Herrmann auf der 10. Landeskonferenz der Sicherheitswacht in Nürnberg. «Unser Ziel ist es, die Sicherheitswacht weiter zu stärken und in den kommenden Jahren auf 2.000 Angehörige auszubauen.»
Herrmann betonte, die Sicherheitswacht leiste seit mehr als 30 Jahren einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und stärke das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Tatsächlich wuchs die Zahl der Mitglieder fast kontinuierlich an. Im Jahr 2015 waren es beispielsweise rund 800 Mitglieder, im Jahr 2021 knapp 1.250. Zwischenzeitlich hatte Herrmann schon einmal mehr als 1.500 Mitglieder vermeldet, aktuell sind es etwas weniger.
Neue Dienstausweise
Auf den ersten Blick sehen die Mitglieder der Sicherheitswachten der hauptberuflichen Polizei recht ähnlich. So tragen sie beispielsweise Dienstkleidung im dunkelblauen Polizeidesign. Die in der Sicherheitswacht ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen sind aber keine Polizisten. Originäre Aufgaben der Polizei dürfen sie nicht übernehmen. Sie sollen die Polizei vielmehr unterstützen, etwa bei der Bekämpfung von Straßenkriminalität. Dafür gehen sie Streife, dürfen Passanten befragen und Platzverweise erteilen.
- Die bayerische Sicherheitswacht soll weiter wachsen.
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Ausgerüstet sind die Ehrenamtlichen mit Funkgerät, Taschenlampe, einem Reizstoffsprühgerät und einem Erste-Hilft-Set. Und: Seit Anfang 2026 bekommen sie einen neuen Dienstausweis im Scheckkartenformat. «Dieser ist optisch an den Polizeidienstausweis angelehnt und bringt damit die enge Verbundenheit zwischen dem Ehrenamt der bayerischen Sicherheitswacht und der bayerischen Polizei zum Ausdruck», betonte das Innenministerium.
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