CSU-Kreisverband nach Diskussion um Weihnachtsbäume: „Weihnachten bleibt Weihnachten“

Jochen Kohler, CSU-Kreisvorsitzender: ,,Wir sind nicht bereit, Weihnachten gegen ein beliebiges LIchterfest einzutauschen."
  • Jochen Kohler, CSU-Kreisvorsitzender: ,,Wir sind nicht bereit, Weihnachten gegen ein beliebiges LIchterfest einzutauschen."
  • Foto: oh/Jochen Kohler
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NÜRNBERG (nf) - Der CSU-Kreisverband Nürnberg-West hat mit großem Erstaunen die aktuelle Diskussion um die Weihnachtsbaum-Aktion am Aufseßplatz zur Kenntnis genommen. Mehrere Initiativen aus der Südstadt haben gemeinsam die Schaufenster des leerstehenden Kaufhofs am Aufseßplatz weihnachtlich geschmückt. Nur der Bürgerverein Süd hat an der Aktion nicht teilgenommen. Dessen Vorsitzender Ümit Sormaz ist u.a. der Meinung, so werde nicht das multikulturelle Leben in der Südstadt dargestellt. Eine der Begründungen: 60 Prozent der Bewohner hätten einen Migrationshintergrund, dazu kämen aktuell noch die Flüchtlinge.

Bereits zu Zeiten des früheren „Horten“ waren die Schaufenster zur Weihnachtszeit eine Attraktion im Stadtteil. So sollten auch in diesem Jahr wieder insgesamt sechs festlich geschmückte Bäume in den großen Schaufenstern des ehemaligen Kaufhauses an der Wiesenstraße stehen.

MarktSpiegel Bericht hier:

http://www.marktspiegel.de/nuernberg/lokales/ehemaliger-kaufhof-weihnachtsbaeume-in-schaufenstern-d14949.html

Statement von CSU Nürnberg-West, Jochen Kohler (40), CSU-Kreisvorsitzender:

„Wir danken ausdrücklich dem Südstadtforum, dem Quartiersmanagement, der Händlerinitiative Südstadt Aktiv, dem Verein Casablanca Kino, der Asylbewerberunuterkunft Hotel Busch und den Stadtteilpaten der Rotarier für ihren Einsatz und das Ergebnis, die Schaufenster am ehemaligen Kaufhof weihnachtlich zu schmücken. Gerade für Flüchtlinge und Asylbewerber, aber auch für Menschen mit Migrationshintergrund oder die laut dem Amt für Stadtforschung und Statistik rund 30 Prozent Ausländer in der Südstadt – von denen übrigens viele Christen sind oder aus christlich geprägten Kulturen stammen – ist das Kennenlernen von Weihnachten als einem wichtigen Bestandteil der deutschen Kultur wesentlich. Gerade in Nürnberg, der Stadt mit dem weltberühmten Christkindlesmarkt, ist eine Akzeptanz von Weihnachten auch von jenen, die es selbst nicht feiern, wichtig für ein gutes Zusammenleben“.

Der Kreisverband Nürnberg-West bekennt sich ausdrücklich zum Leitantrag der CSU, der auf dem kürzlich abgehaltenen Parteitag fast einstimmig beschlossen wurde. Darin heißt es, ,,dass Bayern ein christlich geprägtes Land ist und bleiben wird; wer zu uns kommt, kommt in ein Land mit christlichen Werten, Traditionen und Bräuchen. Wir sind tolerant und respektieren andere. Im Gegenzug fordern wir Respekt vor der christlichen Prägung unseres Landes."

„Wir respektieren und würdigen auch die Feste anderer Religionen – mit denen wir in ständigem Dialog sind –, und besuchen sie gerne, aber nehmen sie nicht für uns in Anspruch. Wir sind gegen Beliebigkeit, Wertelosigkeit und Gleichmacherei. Vielfalt ja, Multikulti nein. Deswegen lehnen wir umgekehrt auch Bestrebungen ab, die Bezeichnung „Weihnachten“ bei Märkten, Umzügen, Veranstaltungen abzuschaffen. Wir feiern kein beliebiges „Lichterfest“, sondern Weihnachten. Wir tun dies bewußt. Anders- oder Nichtgläubige grenzen wir nicht aus, sondern laden sie ein, dies kennenzulernen und mitzumachen. Wir leben unsere Werte und sind nicht bereit, sie aufzugeben,“ so Kohler.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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