Landkarten als echter Exportschlager

Zwei Sonderführungen im Stadtmuseum Fembohaus

NÜRNBERG - Fast ein Jahrhundert lang war der Homännische Landkartenverlag der Marktführer für Landkarten und Stadtpläne in ganz Europa. Zur Geschichte des Verlags startet unter dem Titel ,,Landkarten als Exportschlager: Die Homännische Landkartenoffizin" am 13. September um 16.00 Uhr ein Rundgang im Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15. Die Teilnahme an der Führung und der zugehörige Museumseintritt sind an diesem Tag kostenlos.

Der Homännische Landkartenverlag ist in ganz besonderer Weise nicht nur mit der Stadtgeschichte Nürnbergs, sondern auch mit dem Stadtmuseum Fembohaus verbunden, trägt es doch den Namen des letzten Verlagsbesitzers, Georg Christoph Franz Fembo (1813-1824). Der Rundgang gibt einen Einblick in die vielseitige Vergangenheit des Unternehmens, das von Johann Baptist Homann (1702-1724) in Nürnberg gegründet wurde und von 1734 bis 1848 im Fembohaus ansässig war. Aus bescheidenen Anfängen erlangte der Betrieb bald Weltgeltung, nicht zuletzt da die Qualität der kartographischen Erzeugnisse entscheidend verbessert und auf eine wissenschaftliche Basis gestellt werden konnte – unter anderem wurde hier auch der erste Schulatlas Deutschlands gedruckt.

Die Führung ist Teil der Führungsreihe ,,Fokus Stadtgeschichte", die Museumsleiterin Brigitte Korn im zweimonatigen Rhythmus zu verschiedenen Themen der Stadthistorie anbietet. Die Führung ,,Landkarten als Exportschlager: Die Homännische Landkartenoffizin" findet nochmals am Samstag, 29. September, um 14.00 Uhr statt. An diesem Tag ist die Führungsgebühr im regulären Museumseintritt von 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) enthalten.

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