Neues Gemälde für die Kaiserburg Nürnberg

„Ausblick von der Burg auf Nürnberg“ von Georg Christian Perlberg (1806–1884),Nürnberg, 1861, Öl auf Leinwand.
  • „Ausblick von der Burg auf Nürnberg“ von Georg Christian Perlberg (1806–1884),Nürnberg, 1861, Öl auf Leinwand.
  • Foto: stmflh.bayern.de
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Gemälde von Georg Christian Perlberg zeigt historischen Blick auf Nürnberg

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Kaiserburg wird um ein neues Exponat reicher. Das im Sommer 1861 entstandene Gemälde „Ausblick von der Burg auf Nürnberg“ von Georg Christian Perlberg.

„Eine prächtige Bereicherung der Ausstellung in unserer Kaiserburg. Das Gemälde zeigt ein vertrautes Bild: Mit meisterlicher Präzision gibt der in Nürnberg beheimatete Maler die Nürnberger Dachlandschaft im sommerlichen Morgenlicht wieder. Zu sehen ist der Blick auf den gewaltigen Chor von St. Lorenz und den kupferbehelmten Türmen des Wolff’schen Rathausbaus. Es erstrahlt nun an seinem neuen Standort in der roten Stube der historischen Gemächer der Kaiserburg“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder mit. Das 2015 für 28.000 Euro erworbene Gemälde wurde im Restaurierungszentrum der Bayerischen Schlösserverwaltung restauriert.

Das Bild gibt, so Söder, Einblicke in Nürnbergs Historie. Perlberg lenkt den Blick durch ein seit dem Zweiten Weltkrieg verlorenes Rundbogenfenster. Dieses war – erkennbar an der nachträglich eingefügten Brüstung – aus einer Pforte entstanden. Dieser Durchgang Richtung Süden befand sich in der Mauer, die an den östlichen Eingang der Walburgiskapelle anschloss. Einst gab es hier – auf dem Areal der der Kaiserburg vorgelagerten Burggrafenburg – einen kurzen, direkten Zugang von der Stadtseite zur Walburgiskapelle, die den Burggrafen als Burgkapelle diente. Dieser hoch gelegene Eingang, der als Rundbogenfenster noch bis zum 2. Weltkrieg existierte, war über einen überdachten hölzernen Steg zugänglich.

Eine weitere Spur im Gemälde verrät dem Besucher, wer in seiner Entstehungszeit der Nürnberger Burgherr war. Ein auf der Brüstung abgelegter goldverzierter hoher Hut, die eleganten weißen Lederhandschuhe und der blaue Samtmantel mit in Gold aufgesticktem Nürnberger Stadtwappen verweisen verschlüsselt auf König Maximilian II. von Bayern (reg. 1848-1864). Für ihn waren im ersten Stock des Palas der Kaiserburg kurz vor Entstehung dieses Fensterbilds die Räume im gotischen Stil eingerichtet worden. Zum fürstlichen Burgherrn passen auch die im Schatten der Brüstung dargestellten herrschaftlichen Jagdmotive. Mit dem an die Wand gelehnten detailliert geschilderten Gewehr, den beiden erschöpft rastenden Hunden und den zwei angebundenen Falken erweist sich das Bild als ein Stück spätromantisch-biedermeierlicher Genremalerei.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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