Erhebliche Behinderungen am Wochenende
Nürnberg, Fürth, Schwabach: Verdi streikt erneut im ÖPNV und bleibt bei Forderung!
- Am Freitag und Samstag fahren in Nürnberg keine Straßenbahnen.
- Foto: Victor Schlampp
- hochgeladen von Victor Schlampp
REGION (pm/nf) - In der Tarifrunde für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen will ver.di mit den Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen. Daher ruft ver.di für den 27. und 28. Februar 2026 bundesweit zum 2-tägigen Arbeitskampf auf. Auch in zahlreichen bayerischen kommunalen Nahverkehrsunternehmen werden dadurch am kommenden Freitag und Samstag keine Busse und Bahnen fahren.
Insbesondere in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Dachau, Fürth, Ingolstadt, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Schwabach, Schweinfurt ist mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen.
Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.
Der Tarifvertrag Nahverkehr findet in über 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von ca. 9.000 Beschäftigten.
Überzogene Forderungen?
ver.di fordert eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Argumentation: Mit der Anhebung der Löhne würden Differenzen im Lohngefüge beglichen werden: Zum einen die, die innerhalb des Personals der Stadtwerkekonzerne besteht. Zum anderen könnten die Einstiegsgehälter im Fahrdienst in Bayern zu denen in Baden-Württemberg aufschließen. Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und die Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden würden der hohen Belastung im Schichtbetrieb entgegenwirken und wären somit ein wichtiges Element im Rahmen des Gesundheitsschutzes.
In der letzten Verhandlungsrunde am 13. Februar war es zu keiner Annäherung der Tarifparteien gekommen. „Bewegung könnte in die Verhandlungen kommen, wenn die Arbeitgeber sich darauf einließen, separat über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Steigerung der Entgelte zu sprechen “, so Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen. „Die bayerischen Arbeitgeber weisen das, was in fast allen anderen Bundesländern Praxis der Tarifarbeit ist, als indiskutabel zurück.“
Unmut der Betroffenen steigt
ver.di und seine Mitglieder sind sich der Auswirkungen auf die Bevölkerung bewusst und bitten um Unterstützung, indem die Arbeitgeber der jeweiligen Verkehrsbetriebe, den Unmut der Fahrgäste mitbekommen. Nicht die Beschäftigten sollten angegriffen werden, wenn sie für ihre Arbeitsbedingungen einstehen.
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