Krimi um Timmy - Drama nimmt kein Ende
UPDATE 2: Dänemark: Erfolglose Transportversuche der Behörden - Wal bleibt liegen

Der Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt wurde anhand eines gefundenen Senders identifiziert.  | Foto: Marcus Golejewski/dpa
  • Der Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt wurde anhand eines gefundenen Senders identifiziert.
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UPDATE 2: 21. Mai, 17.35 Uhr

  • Dänische Behörden wollten den Kadaver des Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. 
  • Doch ein erster Versuch ging schief. 
  • Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll.

Anholt (dpa/nf) - Nach erfolglosen Transportversuchen bleibt der Kadaver des Buckelwals voraussichtlich über Pfingsten vor der dänischen Urlaubsinsel Anholt liegen.

Die dänischen Behörden hatten zunächst probiert, den Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn anschließend in einen Hafen auf dem Festland zu bringen. «Es ist nicht gelungen, den geplanten Transport durchzuführen», teilte Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde mit. Stattdessen stecke der Wal nun auf einer Sandbank fest.

Die Aktion sei deshalb vorübergehend unterbrochen worden, «während die Einsatzkräfte alternative Möglichkeiten für den Transport des Wals prüfen», hieß es. «Das Ziel bleibt, den Wal zum Hafen von Grenaa zu transportieren, da die Einrichtungen dort die besten für die Obduktion und der Entnahme wissenschaftlicher Proben sind.» Ein neuer Versuch werde aber voraussichtlich erst nach Pfingsten möglich sein.

Am frühen Abend lag der stark aufgeblähte Walkadaver umringt von Möwen vor Anholt, wie auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 zu sehen war. Bliebe er dort liegen, könnte er laut Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen. Dänemark steht zudem ein sonniges Wochenende bevor. Dadurch könnte die Gefahr steigen, dass der Kadaver explodiert.

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UPDATE:

  • Der Kadaver des Buckelwals liegt am Strand der dänischen Insel Anholt - und stört die Einheimischen
  • Die Dänen versuchen deshalb, ihn in einen Hafen auf dem Festland zu ziehen

Anholt (dpa/nf) - Die Dänen wollen den Kadaver des Buckelwals vor der Urlaubsinsel Anholt in einen Hafen in Jütland ziehen. Der Hintergrund: Gerade liegt er an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und könnte dort nach Einschätzung der Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen.

Deshalb wolle man versuchen, den Wal noch am Donnerstag in den Hafen von Grenaa auf dem Festland zu ziehen, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Aktion werde wahrscheinlich den ganzen Tag dauern. Am Freitag könnte der Wal dann obduziert werden.

Im Hafen sei es leichter, den Kadaver zu bearbeiten: «In Grenaa werden Wissenschaftler und Tierärzte die Untersuchungen und Probe-Entnahmen durchführen, wie sie bereits bei früheren Strandungen größerer Wale vorgenommen wurden.» Die Presse darf dort die Arbeit an dem Tier verfolgen - hinter Absperrungen, denn es kommen «Maschinen und scharfe Ausrüstung» zum Einsatz, so die Behörde. Sollte es nicht gelingen, den Wal in den Hafen zu bewegen, wollen die Dänen ihn auf Anholt untersuchen.

Die dänische Umweltbehörde hatte bereits davor gewarnt, sich dem Tier zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehe. Außerdem könnte der Kadaver explodieren: Auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 war zu sehen, dass er inzwischen extrem aufgebläht von Fäulnisgasen ist.

Einheimische wollen Walkadaver schnell loswerden

Geht es nach den Inselbewohnern, sollte der Wal lieber heute als morgen verschwinden. «Es ist ein großer Wunsch der Einheimischen, dass der Wal zeitnah abtransportiert wird, damit er die Urlauber nicht stört», sagte Pia Lange Christensen, Direktorin der Tourismusorganisation Visit Aarhus, die auch für die Insel Anholt zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Die Saison habe gerade begonnen. «In den nächsten Wochen werden immer mehr Touristen auf die Insel kommen, die ein sehr beliebtes Urlaubsziel ist.»

Für Dänemark als Land mit vielen Küsten sei es nicht ungewöhnlich, dass immer mal wieder Wale strandeten, sagte Christensen. «Und normalerweise dauert es nicht lange, bis die Behörden die Tiere entfernt haben.»

Umweltministerium will Tracker-Daten auswerten

Das Schweriner Umweltministerium versucht währenddessen, einen zuvor von der Initiative an dem Tier angebrachten Tracker zu bekommen, um die Daten darauf auszuwerten. Denn noch ist unklar, wie lange das Tier nach seiner Freisetzung noch gelebt hat und ob es sich wirklich um den Timmy genannten Wal handelt. 

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  • Zwei Wochen nach seinem Transport Richtung Nordsee wurde der als «Timmy» bekannte Buckelwal tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt - ob es wirklich der gerettete Buckelwal ist - darüber wird heftigt diskutiert
  • Der Kadaver soll nun wissenschaftlich untersucht werden.

Anholt (dpa/nf)) - Die dänischen Behörden wollen den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals vor der Insel Anholt entfernen und eine Obduktion ermöglichen.

UPDATE 3: Toter Wal vor der Insel Anholt soll Timmy sein

Das Tier liege an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und werde dort Badegäste und Einheimische voraussichtlich stark stören, hieß es von der dänischen Umweltbehörde zur Begründung. Deshalb solle der Wal geborgen werden. «Derzeit wird an einer Lösung gearbeitet, die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern», so Jane Hansen von der Umweltbehörde.

UPDATE 28: Krimi um Timmy: Böser Streit ums Absetzen des Wals

Die Bergung des Wals, die Obduktion und die Probeentnahme übernehmen den Angaben zufolge dänische Forscher und Tierärzte. «Die dänischen Behörden sind zugleich in engem Austausch mit den deutschen Behörden über die Situation, und es findet eine laufende Abstimmung zwischen dänischen und deutschen Forschungseinrichtungen statt», sagte Hansen laut einer Mitteilung.

Abtransport des Kadavers wohl kommende Woche

Ein Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf Nachfrage den von den Dänen geplanten Abtransport des Walkadavers. Die Aktion sei voraussichtlich für die kommende Woche geplant.

Die dänische Umweltbehörde forderte Bürgerinnen und Bürger auf, sich dem Wal weiterhin nicht zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehen könne. Das mehrfach an Ostseeküsten gestrandete, geschwächte Tier war vor mehr als zwei Wochen von einer privaten Initiative zur Nordsee transportiert worden, wurde dann aber tot vor der Insel Anholt angeschwemmt.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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