TÜV SÜD-Tipps für den Kauf eines Zelts
Camping im Trend: Ohne Frust beim Aufbau, sicher bei Regen und Wind

In Corona-Zeiten ist Campen wieder im Trend.
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REGION (pm/nf) - Sommerzeit ist Campingzeit. Besonders in diesem Jahr, wo sich viele nicht zu einem gebuchten Urlaub in der Ferne entscheiden können, ist Zelten eine Alternative. Seit Juni sind in den meisten Bundesländern die Campingplätze wieder geöffnet. Allerdings gilt es, die unterschiedlichen und wechselnden Vorgaben zu beachten. Voraussetzung für einen gelungenen Campingurlaub ist ein gutes Zelt.

Welche Qualitätsmerkmale Camper beim Kauf beachten sollten, weiß TÜV SÜD-Produktexperte Michael Rann.Wohin soll es denn gehen? Das ist eine Frage, die sich Camper vor dem Kauf eines Zeltes stellen sollten, denn je nachdem, ob es eher in wärmere, kältere oder regenreiche Gefilde geht, gilt es, das entsprechende Zelt auszuwählen.
Neben Außentemperatur und Wetter ist auch die Urlaubsart zu bedenken: Für einen Familienurlaub auf einem Campingplatz im Süden wird natürlich ein anderes Zelt benötigt wie für eine Trekkingtour in den Bergen. Entscheidend für den Spaß beim Campen ist auch die richtige Größe des Zeltes mit ausreichend Platz für alle Mitreisenden.

Verschiedene Zelttypen

Für Wanderer eignen sich am besten Trekkingzelte. Sie haben wenig Gewicht und ein geringes Packmaß. Der Komfort bleibt aber eher auf der Strecke. Campingzelte sind dagegen für einen längeren Aufenthalt an einem Ort gedacht. Auch Familienzelte sollte man nicht jeden Tag auf- und abbauen, da sie wegen ihrer Größe wenig mobil sind. Dafür bieten sie Platz für viele Personen und haben getrennte Schlafkammern. Ist man nur für eine Nacht unterwegs, empfiehlt sich unter Umständen ein Wurfzelt, das allerdings wenig Platz bietet und nicht so klein zusammengefaltet werden kann. „Unabhängig von der Größe und vom Platzbedarf sollten Urlaubscamper darauf achten, doppelwandige Zelte zu wählen – also mit Innen- und Außenzelt, da diese bei Regen mehr Schutz gegen Nässe bieten“, empfiehlt Michael Rann.

Aufbau ohne Frust
Damit der Urlaub nicht mit Stress beginnt, sollten sich vor allem Anfänger und Unerfahrene für ein leicht aufzubauendes Modell entscheiden. Ein Iglu- oder Kuppelzelt ist hier zu empfehlen. Eine detaillierte und leicht verständliche Anleitung erleichtert den Zeltauf- und -abbau. Sie muss auch Hinweise zum Verhalten im Brandfall enthalten, ebenso wie Details zur Lüftung des Innenzeltes sowie die genauen Maße inklusive der Zelthöhe. Eine weitere Entscheidungshilfe für den Kauf von Zelten bieten das TÜV SÜD-Oktagon sowie das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.

Sicher Zelten bei Regen und Wind
Camper-Weisheiten gibt es viele, doch eine sollten sich Zelter besonders zu Herzen nehmen: „Ein Sturm zieht immer dann auf, wenn man ihn am wenigsten brauchen kann“ – und damit verbunden meist auch Regen. Wichtig ist also, schon beim Kauf darauf zu achten, dass das Zelt stabil und wetterfest ist. An mindestens vier Punkten müssen Innen- und Außenzelt mit Heringen im Boden befestigt werden können – je nach Größe auch wesentlich mehr. Das Außenzelt gilt es zusätzlich mit Leinen abzuspannen. Außerdem sollte das Zelt leicht biegsame, nicht zerbrechliche Stangen haben, die auch bei Sturm die nötige Stabilität geben.Für die Regendichtigkeit sollten Käufer auf die sogenannte Wassersäule achten: Sie gibt an, wie wasserfest ein Zelt ist. Unter normalen Witterungsbedingungen und laut DIN-Norm gilt ein Zelt mit einer Wassersäule von 1.300 Millimetern als wasserdicht. Der TÜV SÜD-Produktexperte empfiehlt allerdings eine Wassersäule von 3.000 Millimetern, um auch bei starken Regengüssen im Trockenen zu sitzen. „Die Zeltnähte sollten auf jeden Fall doppelt genäht und versiegelt sein. Camper sollten die Zeltnähte auch regelmäßig imprägnieren“, so Michael Rann. Bei starken Regenfällen bilden sich auf dem Campingplatz oft Pfützen oder kleine Bäche. Damit diese nicht ins Zelt hineinlaufen, sollten Käufer darauf achten, dass der Zeltboden mindestens 15 Zentimeter in die Zeltwand hochragt. Zelter sollten bei Regen außerdem nicht die Zeltwand berühren, damit es zu keinem Kontakt zwischen Außen- und Innenzelt kommt – sonst könnte Wasser nach innen gelangen.

Gute Luft im Zelt
Scheint dagegen die Sonne, wird es im Zeltinneren schnell stickig. Wichtig sind deshalb gute Lüftungsmöglichkeiten. Je nach Größe muss ein Zelt über mindestens zwei Lüftungsmöglichkeiten verfügen. Ein Abstand zwischen Innen- und Außenzelt ermöglicht die Luftzirkulation. Öffnungen im Innenzelt müssen außerdem mit Moskito-Gaze geschützt sein, um lästige Insekten abzuhalten. Ein Innenzelt aus Baumwollgemisch sorgt außerdem für ein besseres Raumklima. Ein- und Ausgänge benötigen außerdem zweiläufige Reißverschlüsse, die von innen und außen und in beide Richtungen betätigt werden können.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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