Gasanbieter auswählen nicht vergessen! So funktioniert‘s

Abbildung 1: Wer sich in Erlangen niederlassen möchte, hat aktuell einige Baugrundstücke zur Auswahl.
  • Abbildung 1: Wer sich in Erlangen niederlassen möchte, hat aktuell einige Baugrundstücke zur Auswahl.
  • Foto: Abbildung 1: pixabay.com © RitaE (CC0 Public Domain)
  • hochgeladen von Jenny Reichenbacher
Noch im Sommer vergangenen Jahres ereilte viele Privatpersonen auf der Suche nach einem Baugrundstück diese positive Nachricht: Das Baugebiet Erlangen-West II: Häuslinger Wegäcker West kann vermarktet werden. Platz für 43 Reihenhäuser und zwölf Grundstücke, die für den Geschosswohnungsbau geeignet sind, sollen künftig dort entstehen dürfen. Auch gibt es weiteren Grundstücke, die die Stadt Erlangen zum Verkauf anbietet in dieser kommunalen Übersicht

Was die Häuslebauer, die hier ein Grundstück ergattern können, nun zu entscheiden haben, ist vornehmlich, wie sie später wohnen wollen. Die Auswahl des Hausdesigns, des Grundrisses und des Schnitts sind wichtige Entscheidungen, die es nun zu fällen gilt. Was viele direkt mitentscheiden ist, welches Heizsystem sie später im Haus möchten. Um den Energieversorger machen sich zu diesem Zeitpunkt nur die wenigsten Gedanken. Doch genau dieses Verhalten kann sich auch rächen und mitunter teuer zu Buche schlagen. Spätestens dann wird das Interesse groß, den Gasanbieter zu wechseln. Wie das ganz einfach und Schritt für Schritt funktioniert, zeigt dieser Ratgeber.

So finden Häuslebauer in Erlangen einen günstigen Gasanbieter
Einen Anbieter-Check durchzuführen, ist im Grunde ganz simpel. Mit Blick auf die Ergebnisse auswählen zu können, welcher Anbieter nun wirklich das günstigste Angebot bereithält, erfordert ein paar wissenswerte Fakten. Wer im Erlanger Neubaugebiet baut, kann quasi zeitgleich nach einem günstigen Gas-Anbieter suchen. Dafür sind im ersten Schritt vor allem zwei Faktoren wichtig: die Postleitzahl und der Verbrauch. Zu Testzwecken wurde hier nun eine Muster-Berechnung mit der Postleitzahl 91052 durchgeführt.

Auch bei der Angabe des Verbrauchs – die für Häuslebauer immer recht schwer zu schätzen ist – gibt das Vergleichsportal eine Hilfestellung, denn: Es gibt vorgegebene Wohnungsgrößen von 50, 100, 150 und 180 Quadratmetern. Werden diese Werte vorab ausgewählt, erfolgt eine Schätzung des ungefähren Verbrauchs bei eben dieser Wohnfläche.

Dabei zeigt sich:
- Bei einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern im Postleitzahlbereich 91052 Erlangen geht das Portal von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden aus. Der günstigste Anbieter hält dann ein Preisangebot von 374,80 Euro im Jahr vor.
- Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern im Postleitzahlbereich 91052 Erlangen geht das Portal von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden aus. Der günstigste Anbieter hält dann ein Preisangebot von 741,60 Euro im Jahr vor.
- Bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern im Postleitzahlbereich 91052 Erlangen geht das Portal von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 18.000 Kilowattstunden aus. Der günstigste Anbieter hält dann ein Preisangebot von 1.025,20 Euro im Jahr vor.
- Bei einer Wohnfläche von 180 Quadratmetern im Postleitzahlbereich 91052 Erlangen geht das Portal von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden aus. Der günstigste Anbieter hält dann ein Preisangebot von 1.133,00 Euro im Jahr vor.
Diese Details sind bei der Anbieter-Suche wichtig

Sicherlich ist der Blick auf den Preis ein entscheidendes Kriterium, um sich für einen Gasanbieter zu entscheiden. Allerdings sollte der Blick auf den Preis nicht nur im Ranking fallen, sondern durchaus auch bei den Tarifdetails. Hier zeigt sich, wie sich der Preis berechnet und es erklärt sich beispielsweise auch, warum für jede Quadratmeterzahl ein anderer Anbieter den besten Preis anbieten konnte.
Zwei Details sind beim Blick auf den Preis wichtig:
1.) Der Grundpreis. Dieser kann als valide Vergleichsgröße betrachtet werden, denn das ist die Grundgebühr, die jährlich bzw. monatlich zu begleichen ist.
2.) Der Verbrauchspreis. Dieser kann ebenfalls als valide Vergleichsgröße genutzt werden, denn er zeigt an, was ein Kunde pro Kilowattstunde zu bezahlen hat.

Wer einen validen Preisvergleich durchführen möchte, sollte diese Berechnung durchführen – ohne die attraktiven Bonusleistungen zu berücksichtigen. Diese kommen häufig in Form eines Neukundenbonus oder eines Online-Sofortbonus on top, bedürfen aber einer genaueren Prüfung.
Einige Anbieter belegen ihre Bonusleistungen nämlich mit Bedingungen, die den Bonus schnell wieder zunichtemachen. Wird ein Bonus beispielsweise erst nach dem ersten Vertragsjahr ausbezahlt (wobei das zweite Vertragsjahr deutlich teurer ausfällt, als das erste Jahr), ist das finanzielle „Zuckerl“ schnell dahin.
Filterfunktionen sortieren die große Auswahl der Anbieter vor
Die Liste der Gasanbieter ist lang. Um systemisch eine Vorauswahl vorzunehmen, die erheblich Zeit spart, gibt es diverse sogenannte „Filterfunktionen“, die online aktiviert werden können. So können Vergleicher beispielsweise diese Punkte aktivieren oder deaktivieren.
- Bonusberechnung. Wer die Einberechnung der Bonusleistung deaktiviert, bekommt den deutlicheren Preisvergleich, der meist noch nach dem ersten Verbrauchsjahr günstige Konditionen beinhaltet.
- Vertragslaufzeit. Grundsätzlich gibt es hier die Faustformel, dass eine längere Vertragslaufzeit auch mit besseren Konditionen einhergeht. Drei, sechs, 12 und 24 Monate lassen sich hierbei auswählen.
- Preisgarantie. Preisgarantien lassen sich für drei, sechs, neun und 12 Monate festlegen. Für diesen Zeitraum ist dann der Preis (ob Grund- oder Verbrauchspreis ist abhängig vom Energieversorger) festgesetzt.
- Kündigungsfrist und Verlängerung. Auch diese zwei Vertragsdetails sind wichtige Stellschrauben, die die Auswahl der Anbieter einschränken können. Die Kündigungsfrist kann auf einen Monat, sechs Wochen, zwei Monate oder gar drei Monate festgelegt werden. Die Vertragsverlängerung ist für einen, drei, sechs oder 12 Monate denkbar.
Darüber hinaus ist es möglich, Öko- und Klimatarife zu filtern sowie nach regionalen Anbietern, Paket-Tarifen und anderen Vertragsdetails die Liste der Anbieter zu reduzieren.
Autor:

Jenny Reichenbacher aus Nürnberg

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