Ciao Stau! Weg ist das Nerv-Nadelöhr! Hier geben sie die ausgebaute A6 frei

Auf geht's! An den Scheren (von links): CSU-Urgestein Karl Freller, Reinhard Pirner (Autobahndirektion Nordbayern), SPD-MdB Martin Burkert, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), CSU-MdB Michael Frieser, CSU-MdB Marlene Mortler und Nürnbergs Planungsreferent Daniel F. Ulrich. Foto: © Peter Maskow


NÜRNBERG (pm/mask) – Endlich! Ciao Stau! Schluss mit dem Nerv-Nadelöhr! Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) hat mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die 6-streifige Ausbaustrecke der A6 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost für den Verkehr freigegeben.

,,Für Pendler, Fernfahrer und Urlauber bedeutet das auf der 5,7 Kilometer langen Ausbaustrecke einen besseren Verkehrsfluss und weniger Stau", betonte Herrmann. ,,Gleichzeitig profitieren die Anwohner von deutlich mehr Lärmschutz." So wurde auf einer Länge von 3,2 Kilometern ein lärmmindernder Fahrbahnbelag aus offenporigem Asphalt verwendet Dazu kommen auf einer Länge von 1,6 Kilometern Gabionen (Drahtschotterkästen) mit aufgesetzten Lärmschutzwänden und einer Gesamthöhe von bis zu zehn Metern, im Bereich der Anschlussstelle Nürnberg-Langwasser bis zu fünf Meter hoch.

Rund 80 Mio Euro kostete der Ausbau. ,,Eine wichtige Investition, die jeden Cent wert ist", wie Herrmann findet. Den Löwenanteil der Baukosten trägt mit 78 Mio Euro der Bund. ,,Außerdem hat sich die Stadt Nürnberg mit dem Ausbau der Gleiwitzerstraße im Rahmen des Umbaus der Anschlussstelle Langwasser mit rund zwei Millionen Euro an der Maßnahme beteiligt", ergänzte er. "Dabei unterstützten wir die Stadt bei den zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro mit rund 1,2 Millionen Euro aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz."

Bis zu 100.000 Fahrzeuge täglich

Nach Herrmanns Worten war der 6-streifige Ausbau auf dieser Teilstrecke dringend erforderlich. Die A 6 ist als Teil der europäischen Verbindung zwischen Paris und Prag eine der bedeutendsten Ost-West-Transitstrecken. Zusammen mit der A73 ist sie zugleich die wichtigste Verkehrsachse im Ballungsraum Nürnberg. Täglich sind zwischen Nürnberg-Süd und Nürnberg-Ost durchschnittlich bis zu 78.000 Fahrzeuge unterwegs, an Spitzentagen sogar mehr als 100.000 Fahrzeuge, Tendenz weiter steigend. ,,Daher werden wir den Ausbau der A 6 auch zielgerichtet fortsetzen", kündigte Herrmann an.

Für den Ausbau des Autobahnkreuzes Nürnberg-Ost führt die Regierung von Mittelfranken laut Herrmann bereits das Planfeststellungsverfahren durch. Die Ein- und Ausfädelstreifen westlich des Autobahnkreuzes wurden schon im Rahmen des aktuellen Streckenausbaus auf zwei Fahrstreifen verbreitert. "Bis 2019 soll die A 6 von Schwabach-West bis zum Autobahnkreuz Nürnberg-Ost, den am stärksten belasteten Abschnitten, durchgehend 6-streifig befahrbar sein", erklärte Herrmann.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt untermauerte in seiner Ansprache die Bedeutung der A6: ,,Mit dem sechsstreifigen Ausbau machen wir sie fit für die Zukunft. Das bedeutet: besserer Verkehrsfluss, weniger Stau, mehr Lärmschutz. So sichern wir Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in der Region."
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