Ausnahmen für Profifußballer?
Friseur-Innung ist stinksauer auf die Politik!

Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks: Harald Esser.
  • Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks: Harald Esser.
  • Foto: Holger Hollemann/dpa Credit: Holger Hollemann
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REGION (dpa) - Frisch frisierte, gestylte und gegelte Fußballprofis sind der Friseur-Innung in Zeiten von Corona und geschlossener Geschäfte ein Dorn im Auge.


"Die Friseure sind seit dem 16. Dezember im Lockdown, und wir möchten etwas Solidarität haben. Sie dürfen Fußball spielen, sie gehen ihrem Beruf nach. Und man schaut hin", sagte Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview. Schließlich seien Profifußballer für viele junge Menschen Vorbilder - und eben auch öffentliche Personen.
 Man sehe sehr wohl, dass die Haare vieler Fußballer von Profis gestylt worden sind, sagte Esser. In Kollegenkreisen sei das schon seit einiger Zeit ein Thema. "Und ich denke, wir wollen diese Solidarität, dass sie auch nach außen hin in dieser Zeit eine gewisse Friseur-Abstinenz demonstrieren. Es ist verboten!"

Bitterer Beigeschmack

Zudem werden Verstöße bestraft. "Das sind mindestens 250 Euro, die für jede Seite dann fällig werden. Das geht dann bis 2.500 Euro bei Wiederholung - und auch bis zu 25.000, wenn da ein System hintersteht", schilderte der Präsident. "Wir erwarten eigentlich, dass die Vereine ihren Mitarbeitern klar machen, dass es das momentan nicht gibt", betonte Esser. "Da möge man sich dran halten." 
Bereits am Dienstag hatte der Zentralverband in einem offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund seinen Unmut über frischfrisierte Kicker geäußert. "Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen. Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern, und in der Folge Kundenanrufen, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst", heißt es darin.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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