Massive Schäden
Hagel im Norden, Unwettergefahr in Bayern!

Foto: © Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpa
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HEIDENAU (dpa/lby/mue) - Bis zu tennisballgroße Hagelkörner sind bei Unwettern in Norddeutschland gefallen. Im niedersächsischen Heidenau (Landkreis Harburg) zertrümmerten laut Polizei die zentimetergroßen Körner unter anderem Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auf Videos war zu sehen, dass auch Dächer teils stark beschädigt wurden.

«Es hat alles kaputt gemacht», sagte eine Anwohnerin einem dpa-Reporter zu dem ungewöhnlich starken Hagel. Die Körner seien über ihr Mehrfamilienhaus und den Balkon gezischt. «Es ist nichts mehr heile, es regnet durchs Dach, in die Wohnungen rein.» Das nagelneue Auto ihres Mitbewohners sei nun «Schrott». «Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos», berichtete die Frau.

In Niedersachsen gingen deswegen laut Polizei allein am Montagabend zwischen 21.00 Uhr und 1.00 Uhr in der Nacht rund 250 Notrufe ein. Die Feuerwehr rückte den Angaben nach gut 600 Mal in dem Bundesland aus.

Wie winterlicher Schneefall

Tennisballgroße Hagelkörner haben sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Boden angesammelt – so dass der Hagel mit Radladern weggeräumt werden musste, teilte die Leitstelle Westmecklenburg mit. Es habe ausgesehen wie nach winterlichem Schneefall. Über Verletzte war der Leitstelle nichts bekannt, auch zu Sachschäden konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

In dem Landkreis gingen innerhalb einer Stunde etwa 168 wetterbedingte Notrufe ein, wie ein Sprecher der Leitstelle der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Feuerwehr musste Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Zunächst hatten der NDR und die «Bild» über die Unwetter berichtet.

Die Hitze hat Bayern weiter im Griff

Mancherorts drohen am heutigen Dienstag auch in Freistaat Gewitter - teilweise mit Starkregen, Sturm und Hagel. In Südbayern gibt es zunächst teils Sonne, teils auch dichtere Wolken, bei Höchstwerten von 27 bis 30 Grad. Schon am Vormittag kommen aber von Westen im Alpenvorland und an den Alpen einzelne teils kräftige Gewitter auf. Am Nachmittag nimmt das Gewitter- und Unwetterrisiko laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nochmals zu. Dann drohen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen. Erst in der Nach zum Mittwoch sollen die Gewitter langsam nachlassen.

Im Norden gibt es am Dienstag Sonne und Wolken und anfangs im Nordosten vereinzelt Schauer, bei Höchstwerten zwischen 26 und 33 Grad. Ab Mittag steigt das Gewitterrisiko dann auch hier an, teils mit Unwettergefahr. Dann drohen Starkregen, stürmische Sturmböen und Hagel - vereinzelt auch orkanartige Böen um 110 km/h.

Erst in der Nach zum Mittwoch sollen die Gewitter langsam nachlassen und abziehen, morgen soll das Wetter dann insgesamt weniger turbulent sein.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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