Ärger über verbotene Webeanrufe
Zwei neue Sparten haben extrem zugelegt
- Manchmal klingelt das Telefon und jemand von einer Werbehotline ist dran - das geht vielen Menschen auf die Nerven.
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa (Symbolbild)
- hochgeladen von Victor Schlampp
Bonn (dpa) - Ohne Zustimmung sind sie verboten und lästig. Es geht um verbotene Werbeanrufe. Aktuell sind besonders zwei Sparten besonders aktiv. Die Bundesnetzagentur nennt aktuelle Zahlen.
Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher beschweren sich über verbotene Werbeanrufe. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 21.552 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung ein und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ganzen Jahren 2024 und 2025 waren die Beschwerden um sechs beziehungsweise acht Prozent gestiegen.
Die Beschwerden betrafen den Angaben zufolge meist Anrufe wegen Gewinnspielen (knapp 30 Prozent). Darauf folgten Anrufe zu Dienstleistungen wie etwa Handwerkertätigkeiten sowie Werbung für Energieversorger, also etwa für Strom- und Gastarife.
Telefonwerbung ist in Deutschland nur erlaubt, wenn der Angerufene vorher seine Zustimmung erteilt. Firmen, die unerlaubte Telefonwerbung mit «Cold Calls» praktizieren, drohen Bußgelder, die im schlimmsten Fall 300.000 Euro betragen können. Im vergangenen Jahr verhängte die Bundesnetzagentur Bußgelder über insgesamt 1,1 Millionen Euro und damit 0,3 Millionen mehr als 2024.
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