Oberfrankens Handwerker zuversichtlich
Wachstumsmotor läuft robust weiter

Trotz leichter Konjunkturdelle: Das Oberfränkische Handwerk ist nach Einschätzung der HWK insgesamt gut aufgestellt.
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  • Trotz leichter Konjunkturdelle: Das Oberfränkische Handwerk ist nach Einschätzung der HWK insgesamt gut aufgestellt.
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OBERFRANKEN (hwk/rr/mue) – Mehr als neun von zehn Betrieben (91,5%) bewerteten ihre Geschäftslage im letzten Quartal des vergangenen Jahres als zufriedenstellend (51,5% gut, 40% befriedigend). „Das Allzeit-Hoch der Jahre 2017 und 2018 scheint sich zwar dem Ende zuzuneigen“, ordnet der Präsident der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken, Thomas Zimmer, die aktuellen Umfrageergebnisse ein. „Dennoch heißt das nicht, dass der Boom im oberfränkischen Handwerk vorbei ist. Die Geschäfte laufen nach wie vor hervorragend.“

Angesicht der von den Betrieben gemeldeten Zahlen, geht Zimmer auch in diesem Jahr von einem Plus bei Beschäftigung und Umsätzen aus. „Allerdings deutet die Umfrage ebenfalls an, dass die Wachstumsdynamik in diesem Jahr etwas abnehmen wird.“ Dabei gleiche die noch immer starke Binnenkonjunktur die in der Industrie spürbare Konjunkturdelle aus. „Das Handwerk in Oberfranken nimmt bislang kaum Auswirkungen wahr.“ Dennoch beurteilen die befragten Betriebsinhaber die zukünftige Entwicklung etwas konservativer. Der Geschäftsklimaindex bleibt mit 114 Punkten deshalb stabil auf hohem Niveau, wenn auch nicht auf dem Höchstlevel der Vorjahre.

„Es sind aber nicht nur die Erwartungen, die eine geringere Wachstumsdynamik vermuten lassen“, erläutert der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Thomas Koller. „Der Mangel an geeigneten Fachkräften ist weiterhin die größte Hürde, die unsere Mitgliedsbetriebe daran hindert, noch mehr Umsätze zu generieren.“ Dass es im oberfränkischen Handwerk dennoch gut laufe, zeigten die hohe Kapazitätsauslastung sowie die weit reichenden Auftragsbestände. Koller weiter: „Beide Werte sind mit 79 Prozent weiterhin überdurchschnittlich hoch, insbesondere für ein letztes Quartal. Es gibt aktuell keinen Grund für Pessimismus, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Der Wachstumsmotor Handwerk läuft weiterhin sehr robust.“ Damit dies auch in den kommenden Jahren so bleibe, sind für Thomas Koller vor allem drei Dinge notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Mitglieder zu sichern: „1. Fachkräfte sichern, 2. Binnenkonjunktur stärken, 3. Bürokratie abbauen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Politik dafür die richtigen Rahmenbedingungen schafft!“

Insgesamt hat sich der HWK für Oberfranken zufolge die Handwerkskonjunktur zum Vorjahr kaum verändert und bleibt konstant auf sehr hohem Niveau. Die Aussichten für 2020 sind gut. Zulieferer und Betriebe des gewerblichen Bedarfs haben auch zum Jahresende noch von guten Geschäften berichtet (40% gut, 44,5% befriedigend). Allerdings wird – vor allem beim Vorjahresvergleich – deutlich, dass die Eintrübungen in der Industrie in diesem Handwerkszweig ankommen. Beim Kfz-Handwerk schlägt diese Entwicklung allerdings nicht durch. Der Werkstattbereich ist gut ausgelastet und auch das saisonale Winterreifengeschäft sorgt für gute Stimmung, die Lage hat sich zum Vorquartal sogar verbessert (34% gut, 58% befriedigend). Die Konjunktur in den Nahrungsmittelhandwerken bewegte sich auch im IV. Quartal auf hohem Niveau. Allerdings ist der Anteil derer mit einer schlechten Geschäftslage leicht um 3,5 Prozentpunkte gestiegen (14,5%). Auch bei den Gesundheitshandwerken ist die Lage Angaben zufolge insgesamt gut, aber es gibt bei einem guten Fünftel auch Einbußen. Vor allem überregionale und internationale Konkurrenz verschärften die Marktsituation.

Im Branchenvergleich beurteilen Friseure und Kosmetiker ihre Geschäftslage üblicherweise etwas vorsichtiger als die übrigen Handwerkszweige. Mit 45,5% guter und 36,5% befriedigender Geschäftslage herrscht aber auch hier weiterhin Hochkonjunktur.

www.hwk-oberfranken.de

Trotz leichter Konjunkturdelle: Das Oberfränkische Handwerk ist nach Einschätzung der HWK insgesamt gut aufgestellt.
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Die einzelnen Handwerkszweige zeigen  im Vergleich deutliche Unterschiede.
Grafik: HWK Oberfranken
Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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