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Mercedes-Benz EQS elektrisch bis zu 780 Kilometer
Willkommen im Auto der Parallelwelt!

Mercedes-Benz EQS.
Foto: Autoren-Union Mobilität / Daimler
3Bilder

(aum/mue) - Bisher gab eigentlich immer die S-Klasse von Mercedes-Benz den Ton an: Ausgerüstet mit der jeweils neuesten Technologie, luxuriös und leistungsstark gilt das Stuttgarter Flaggschiff seit jeher als globale Messlatte der obersten Fahrzeugkategorie. Doch jetzt gibt es Konkurrenz aus eigenem Hause.

Als Spitzenprodukt für die angeblich elektrische Zukunft hat Daimler nicht etwa die S-Klasse elektrifiziert, sondern mit dem EQS ein völlig eigenständiges Modell entwickelt. Die Eigenständigkeit dieser elektrischen Luxuslimousine manifestiert sich bereits in der Optik: Mit seinem relativ kurzen Vorbau, der gewölbten Fahrgastzelle und dem in einem Bürzel auslaufenden Fließheck setzt das neue Modell auf andersartige, moderne Proportionen – und nutzt dabei, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen E-Autos der oberen Preisklasse, das Potential einer ausschließlich elektrischen Plattform uneingeschränkt aus. Im Gegensatz zur S-Klasse, die in drei Längen gebaut wird, gibt es den EQS nur mit einem Radstand – doch der bietet bereits so viel Platz im Innenraum, dass eine nochmals verlängerte Variante überflüssig wäre. Denn das Platzangebot ist vorn wie hinten überaus großzügig, und hinter den Rücksitzen befindet sich ein 610 Liter fassender Gepäckraum, der über eine große Heckklappe zugänglich ist und bei umgelegter Rückbank auf 1.770 Liter wächst.

Auch der Innenraum präsentiert sich futuristisch, gleichzeitig jedoch ungewöhnlich opulent. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Armaturentafeln: Die Basisvariante verfügt über große, separate Bildschirme, ähnlich wie die S-Klasse, und vor dem Co-Piloten befindet sich eine Dekorfläche. Gegen Aufpreis gibt es ein durchgängig verglastes Cockpit namens Hyperscreen, bei dem sich drei großflächige Bildschirme hinter Glas verbergen. Die Ambientebeleuchtung kommuniziert per Farbe mit dem Fahrer, die kalte Pracht dieses Interieurs sucht ihresgleichen.

Leichtfüßig in der Spur

Für Vortrieb sorgt im Einstiegsmodell EQS 450 eine Synchronmaschine, die über eine einstufige Übersetzung 245 kW (333 PS) auf die Hinterachse überträgt. Der Spurt von Null auf 100 km/h dauert 6,1 Sekunden, bei 210 km/h wird abgeregelt. Dabei bewegt sich der EQS mit großer Leichtfüßigkeit. Wenn der Fahrer auf die automatische Rekuperation verzichtet und das Auto rollen lässt, wird spürbar, wie gering die Fahrwiderstände sind. Damit korrespondiert ein hervorragender Verbrauch von ganzen 15,8 kWh im WLTP-Zyklus, was einer Reichweite von bis zu 780 WLTP-Kilometern entspricht. Auch im Realbetrieb lassen sich ohne weiteres 500 bis 600 Kilometer erreichen. Darüber rangiert der zweimotorige EQS 580 mit Allradantrieb, der 385 kW (523 PS) leistet und den Standardspurt in nur 4,3 Sekunden absolviert. Seine optimistische WLTP-Reichweite liegt bei 676 Kilometern. Damit gehört die zum Erlebnis E-Auto gehörige Reichweitenangst theoretisch der Vergangenheit an – allerdings nur dann, wenn auch schnelle Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen.
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Mercedes-Benz EQS 450+  –  Daten kompakt

Länge x Breite x Höhe (m): 5,22 x 1,93 x 1,51
Radstand (m): 3,21
Motor: Permanenterregter Synchronmotor
Leistung: 245 kW / 333 PS
Max. Drehmoment: 586 Nm
Batterie: Hochvolt-Lithiumionenbatterie
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Null auf 100 km/h: 6,1 Sek.
Elektr. Reichweite: 780 km
WLTP-Durchschnittsverbrauch:15,8 kWh/100 km
Effizienzklasse: A+
CO2-Emissionen: 0 g/km (lokal)
Leergewicht / Zuladung: min. 2.480 kg / max. 545 kg
Kofferraumvolumen: 610–1.770 Liter
Max. Anhängelast: 750 kg
Wendekreis: 11,9 m (optional: 10,9 m)
Luftwiderstandsbeiwert: 0,20

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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