Harte Prüfung für Fans des 1. FCN
Bildergalerie: Club schafft den Klassenerhalt in letzter Minute!

Trainer Michael Wiesinger von Nürnberg jubelt beim Abpfiff. Nach der glücklichen Rettung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg vor dem Abstieg bekräftigte er, künftig wieder als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zu fungieren.
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  • Trainer Michael Wiesinger von Nürnberg jubelt beim Abpfiff. Nach der glücklichen Rettung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg vor dem Abstieg bekräftigte er, künftig wieder als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zu fungieren.
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INGOLSTADT (dpa/nf) - 1. FC Nürnberg entgeht in letzter Sekunde der Drittklassigkeit. Der Club ist mit einem Joker-Tor von Fabian Schleusener in der Nachspielzeit dem drohenden Sturz in die dritte Liga entgangen.

Von Klaus Bergmann, dpa

Nach dem rettenden Joker-Tor von Fabian Schleusener in der sechsten Minute der Nachspielzeit rasteten beim 1. FC Nürnberg alle aus. Interimscoach Michael Wiesinger raste jubelnd auf den Rasen, auch Sportvorstand Robert Palikuca war dabei. Mit dem Tor zum 1:3 (0:0) beim FC Ingolstadt wendete der Club im letzten Moment das Horrorszenario des Drittliga-Absturzes ab. Nach dem 2:0-Hinspielsieg gab das erzwungene Auswärtstor den Ausschlag für die Franken. ,,Das war sehr verrückt. Ich bin auch schon lange dabei, aber das hat natürlich nochmal alles getoppt", meinte Wiesinger.

Trainer Michael Wiesinger von Nürnberg reagiert nach dem Spiel gerührt.
  • Trainer Michael Wiesinger von Nürnberg reagiert nach dem Spiel gerührt.
  • Foto: Matthias Balk/dpa
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,,Mein Puls ist bei 200. Ich bin unheimlich erleichtert. Ich dachte, ich überlebe das nicht", stammelte Nürnbergs Aufsichtsratschef Thomas Grethlein nach dem erlösenden Abpfiff. Die ,,Club"-Delegation konnte am Ende einer verkorksten Saison nach dem Bundesliga-Abstieg 2019 doch noch feiern. Dem FC Ingolstadt fehlten nur Augenblicke zum Aufstieg. ,,Das ist natürlich brutal", meinte Trainer Tomas Oral.

Bis zur 96. Minute stand der Drittligist FC Ingolstadt nach dem 0:2 im Relegations-Hinspiel vor einem Fußball-Wunder, führte im leeren heimischen Sportpark nach drei Freistößen von Marcel Gaus durch Toren von Kapitän Stefan Kutschke (52. Minute), Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (62.) mit 3:0. Dreimal agierte die Club-Abwehr viel zu passiv. Der vorsichtig beginnende Außenseiter hatte den Favoriten zuvor erfolgreich eingeschläfert - Orals Abwarte-Taktik ging zum K.o. in quasi letzter Sekunde einer ultralangen Corona-Saison auf.

Die Ingolstädter Hoffnung trug vor dem Anpfiff eines denkwürdigen Abends einen Namen: Stefan Kutschke. Der Mittelstürmer, der beim Hinspiel verletzt gefehlt hatte, meldete sich fit. ,,Stefan ist als Typ unersetzbar", betonte FCI-Coach Oral. Die Rückkehr des baumlangen Rammbocks im Sturm war aber kein Signal zum Ingolstädter Sturmlauf. Vielmehr belauerten sich beide Teams 45 Minuten lang.

Hinten zu Null - das hätte für den Club, der durch Mikael Ishak eine erste Kopfballchance hatte (9. Minute), genügt. Der FCI hatte seine einzige echte Torchance vor der Pause bei einem indirekten Freistoß, den Krauße aus 19 Metern knapp am Nürnberger Tor vorbeizirkelte (27.). Der Rest war Rasenschach - unspektakulär!

Die Spieler von Ingolstadt (l.) geraten nach dem Spiel mit den Spieler von Nürnberg aneinander. Rechts streiten Filip Bilbija von Ingolstadt und Fabian Nürnberger von Nürnberg.
  • Die Spieler von Ingolstadt (l.) geraten nach dem Spiel mit den Spieler von Nürnberg aneinander. Rechts streiten Filip Bilbija von Ingolstadt und Fabian Nürnberger von Nürnberg.
  • Foto: Matthias Balk/dpa
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Das änderte sich nach der Pause. Jetzt entwickelte sich noch ein Relegationsdrama. Dreimal flankte Gaus Freistöße in den Strafraum, dreimal landete der Ball im Netz. Das Entsetzen im Club-Lager war groß. Interimscoach Michael Wiesinger versuchte es mit Wechseln - brachte unter anderem Angreifer Schleusener. Einen Kopfball von Joker Nikola Dovedan klärte FCI-Verteidiger Nico Antonitsch kurz vor der Torlinie (80.). Und dann kam der 28-jährige Schleusener. Eine hohen Ball von Patrick Erras verlängerte der Joker irgendwie ins Tor.

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Söder gratuliert FCN: ,,Legende lebt doch noch!"
Der im letzten Moment doch noch geschaffte Klassenverbleib des 1. FC Nürnberg freut auch den bayerischen Ministerpräsidenten und Club-Fan Markus Söder. ,,Die Legende lebt doch noch - auch wenn's eine ganz schöne Zitterpartie war", twitterte der CSU-Chef nach dem 1:3 der Franken beim FC Ingolstadt am Samstag.  ,,Der Club hat es wirklich spannend gemacht. Jetzt freuen sich viele Franken", schrieb Söder außerdem.

Die Nürnberger Versicherung ist seit Sommer 2016 Haupt- und Trikotsponsor des 1. FC Nürnberg. In dieser Zeit ist sie mit dem Club durch Höhen und Tiefen gegangen. Zum Klassenerhalt sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Armin Zitzmann: ,,Mit dem Erfolg in der Relegation geht eine denkwürdige und äußerst turbulente Saison zu Ende. Wir haben die letzten Wochen mit dem Club gefiebert und freuen uns, dass die Mannschaft den Klassenerhalt doch noch gesichert hat. Als Haupt- und Trikotsponsor gehen wir mit dem 1. FCN in eine neue Saison. Eine kritische Reflexion des Geschehenen sehen wir als wichtig für eine zukunftsfähige Neuausrichtung des Vereins."

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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