Stefan Grasse im Renaissance-Saal von Burg Rabenstein
Die Gitarre hat ein Herz aus Erde

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Auch am schönen Sommerabend des 23. Juli musste das Gitarrenkonzert mit Stefan Grasse aufgrund der Pandemiebestimmungen von der Sophienhöhle in die Burg verlegt werden. Das Angebot wurde aber vom Publikum gerne angenommen und es entstand eine zauberhafte romantische Stimmung im Saal.

Mit "Triste" von Antonio Carlos Jobim eröffnete der bekannte Gitarrist den Abend in sensibler Weise. Es folgte die Eigenkomposition "Las perlas negras", die schwarze Perle aus Kuba. Aufgrund seines Faibles für Romantische Musik schloss er zwei Variationen von Luigi Mozzani an - Feste lariane. Von Miquel Liobet interpretierte er "El Testamento de Amalia" und das Lied des Räubers (Canco de liadre). Ein Höhepunkt im ersten Teil gelang ihm mit "Capricho Arabe" von Francisco Tarrega, dem Begründer des klassischen Gitarrenspiels. Nach einer Serenada folgten drei Eigenkompositionen: "Boats of Hope", afrikanisch inspiriert durch die Begegnung mit einem Pianisten, "Mysterious Dance", entstanden im Lockdown als Hoffnung auf einen freien Tanz in der menschenleeren Stadt und - mit einem Wechsel zur Flamenco-Gitarre - "Brisa andaluza".

Die Pause konnten die Gäste mit Erfrischungen auf dem Balkon verbringen und Stefan Grasse stellte sich der Begegnung und dem Gespräch.

Mit der Eigenkomposition "Entre cielo y tierra", einem Refugium für Träume zwischen Himmel und Erde, eröffnete er gekonnt nach der Pause. Nach der Rumba Latina zitierte Stefan Grasse ein Wort des ermordeten chilenischen Dichters Victor Jara: "Die Gitarre hat ein Herz aus Erde." Eine Gitarre sei aus Bäumen zusammengeleimt, die ihre Kraft aus der Erde gezogen haben. So schwinge das Herz der Erde aus den Saiten der Gitarre. Vor allem dann, wenn sie von einem Könner gespielt wird!

Es folgten drei Sätze von Catedral von Agustin Barrios, der dieses Stück vor 100 Jahren als "Häuptling Nitsuga" in Paraquay aufführte. Das Publikum wurde anschließend mit Francisco Tarregos "Recuerdos de la Alhambra" zu den Brunnen Andalusiens mitgenommen.

Stefan Grasse musste zwei Zugaben spielen: "Die spanische Romanze" und ein brasilianisches Stück.

Autor:

Edith Link aus Nürnberg

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