Drohnenflieger aus Nürnberg festgenommen ++ Pechvogel Hummels ++ Altherrenfußball?
Wenn Fußball fast Nebensache wird: Fröhliche Fans feierten in den Biergärten!

Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft kommen am Stadion an.
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  • Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft kommen am Stadion an.
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MÜNCHEN (dpa) - Endlich wieder Fußballfieber - wenn auch nach strengen Regeln. Zum ersten deutschen Gruppenspiel bei der Europameisterschaft am Dienstag in München haben Fans fröhlich und friedlich gefeiert.

Am Rande des EM-Spiels in München ist ein Drohnenflieger festgenommen worden. Der 48 Jahre alte Mann aus Nürnberg habe eine Drohne im Flugbeschränkungsgebiet um das Münchner EM-Stadion gesteuert, in der die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich mit 0:1 verlor. Ein Zusammenhang mit dem Gleitschirmflug, der zum Auftakt der Europameisterschaftspartie für Aufregung sorgte und zwei Menschen verletzte, besteht nach ersten Erkenntnissen nicht, wie die Polizei mitteilte. «Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es auch an den kommenden Spieltagen hier ein Flugbeschränkungsgebiet gibt», hieß es in einer Mitteilung.

14.500 Leute hatten Karten ergattert, um das Spiel live zu sehen. Schon am Nachmittag waren sie in Scharen zum Stadion gezogen. «Das ist einfach großartig, das wieder zu erleben nach anderthalb Jahren. Das Spiel ist fast nebensächlich», sagte ein Düsseldorfer, der mit zwei Freunden und Deutschlandflagge angereist war. Hochbetrieb herrschte auch in vielen Biergärten, die das Spiel auf Fernsehern und Leinwänden übertrugen.

Mats Hummels hadert mit seinem Missgeschick. Mit seinem Eigentor in der 20. Minute beim 0:1 zum EM-Auftakt gegen Frankreich hat der Abwehrchef nicht nur sein eigenes Pflichtspiel-Comeback verdorben, sondern auch den Turnierstart der Fußball-Nationalmannschaft vermasselt.
  • Mats Hummels hadert mit seinem Missgeschick. Mit seinem Eigentor in der 20. Minute beim 0:1 zum EM-Auftakt gegen Frankreich hat der Abwehrchef nicht nur sein eigenes Pflichtspiel-Comeback verdorben, sondern auch den Turnierstart der Fußball-Nationalmannschaft vermasselt.
  • Foto: Alexander Hassenstein/Getty Pool/AP/dpa
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Feierfreudige Fans

Die Polizei beobachtete das Geschehen in der Münchner Innenstadt ebenso wie vor dem Stadion, wo Beamte der Reiterstaffel unterwegs waren. «Vereinzelte Verstöße gab es, aber nicht mehr», sagte ein Polizeisprecher vor Spielbeginn. Es sei gesittet. Allerdings: Mit dem Abstand war das so eine Sache, viele fielen sich dann doch in die Arme. Immerhin musste jeder, der in die Fußball-Arena wollte, einen negativen Corona-Test vorweisen.

Der Franzose Lucas Hernandez (l) bringt Joshua Kimmich zu Fall und bekommt dabei dessen Schuh ins Gesicht.
  • Der Franzose Lucas Hernandez (l) bringt Joshua Kimmich zu Fall und bekommt dabei dessen Schuh ins Gesicht.
  • Foto: Franck Fife/AFP
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Besonders feierfreudig waren die Franzosen, die schon am Hauptbahnhof von einer Deutsch-Französischen Einsatzeinheit der Polizei in Empfang genommen worden waren. «Die Besucher (...) waren angenehm überrascht, freuten sich über die Begrüßung in ihrer Landessprache und baten um Erinnerungsfotos», meldete die Polizei.

Der Franzose Karim Benzema (19) schießt ein Tor, das abseits gegeben wird.
  • Der Franzose Karim Benzema (19) schießt ein Tor, das abseits gegeben wird.
  • Foto: Christian Charisius/dpa
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Einer dieser französischen Fans war Galton. Im Ganzkörperanzug in den Farben der Tricolore sorgte er für Aufsehen. «Wir haben drei Jahre lang darauf gewartet», sagte der Pariser. Frank aus Nizza zeigte sich fest überzeugt, dass die Franzosen nach dem WM-Titel nun gute Chancen haben, Europameister Portugal zu beerben.

Strenge Abstandsregeln in Biergärten

Freudig und entspannt war die Stimmung auch in vielen Biergärten. Schon am Nachmittag versammelten sich die ersten Gäste, nach strengen Abstands- und Hygieneregeln. Für Paul Daly vom Lokal «Kilians» in München ein Lichtblick nach monatelangen Schließungen. «Das ist wunderbar!» Dass strikte Regeln gelten und er weniger Leute als sonst bewirten kann, nimmt er hin. Seine Gäste sollten sich sicher fühlen.

Die rund 200 Menschen vor dem Lokal fieberten beim Spiel begeistert mit. Dabei sollte der Hauptzweck des Biergartenbesuchs an dem Abend nach den Vorgaben von Bayerns Staatsregierung doch Essen und Trinken sein. Der Fußball: Nebensache. David aus München kann sich darüber nur wundern: «Das ist nicht realistisch», findet er. «Und die wissen auch, dass das so ist. Aber so lässt es sich besser verpacken.»

Von Cordula Dieckmann, Jordan Raza und Daniel Josling, dpa

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Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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