Warnstreiks im Nahverkehr
Busse und Bahnen stehen in Nürnberg still
- Die U-Bahnen in Nürnberg blieben wegen eines Warnstreiks im Depot.
- Foto: Daniel Karmann/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Nürnberg (dpa/lby/ak) – Ein ganztägiger Warnstreik hat am Mittwoch den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg weitgehend zum Erliegen gebracht. Seit den frühen Morgenstunden blieben Straßenbahnen, U-Bahnen und die meisten Busse in den Depots, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi bestätigte. Lediglich einzelne Linien fuhren nach einem eingeschränkten Streikfahrplan. Die Arbeitsniederlegung soll bis zum Betriebsschluss in der Nacht zum Donnerstag dauern. Auch in Landshut legten Busfahrerinnen und Busfahrer ihre Arbeit nieder.
Für viele Pendler bedeutete das Umsteigen auf Auto, Fahrrad oder den Fußweg. Private Busunternehmen und Regionalbahnen, darunter die S-Bahnen, waren nicht betroffen. Zum Nürnberger Volksfest sollte am Nachmittag ein Shuttlebus eingesetzt werden. Zudem pendelte der Oldtimer „Büssing Präfekt“ zwischen Hauptbahnhof und Festplatz am Dutzendteich.
In München blieb der Fahrdienst der Stadtwerke vom Streik verschont. Verdi verzichtete dort auf eine Ausweitung der Aktion, da der Verkehr wegen Bauarbeiten auf der S-Bahn-Stammstrecke ohnehin eingeschränkt ist.
Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft vor der nächsten Tarifrunde am 15. April den Druck erhöhen. Weitere Aktionen in bayerischen Städten seien möglich, würden aber rechtzeitig angekündigt, hieß es. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei kämpferisch, sagte ein Verdi-Sprecher.
Verdi verweist auf Tarifabschlüsse in anderen Bundesländern, in denen Beschäftigte spürbare Entlastungen erhalten hätten – etwa kürzere Schichten und längere Ruhezeiten. Für die rund 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Verkehrsunternehmen fordert die Gewerkschaft deutliche Lohnerhöhungen und eine Reduzierung der Arbeitszeit.
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