Bürgerentscheid Frankenschnellweg
IHK: Nach rechtskräftiger Entscheidung muss der Ausbau jetzt umgesetzt werden

Das Projekt ist Teil des seit 2005 geplanten kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs. Alle planungsrechtlichen Verfahren wurden abgeschlossen, und das Baurecht liegt endgültig vor.  | Foto: Stadt Nürnberg
  • Das Projekt ist Teil des seit 2005 geplanten kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs. Alle planungsrechtlichen Verfahren wurden abgeschlossen, und das Baurecht liegt endgültig vor.
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NÜRNBERG (pm/nf) - IHK-Präsident Dr. Armin Zitzmann: „Wenn wir nach jahrelangen Verfahren und höchstrichterlicher Klärung auf den letzten Metern wieder zurück auf Los gehen, verlieren wir als Standort Handlungsfähigkeit und Vertrauen.“

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken spricht sich mit Nachdruck für die Umsetzung des kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs aus. Das Vorhaben ist eines der zentralen Infrastrukturprojekte für Nürnberg und die gesamte Metropolregion. Es verbessert die Erreichbarkeit wichtiger Wirtschaftsstandorte, entlastet angrenzende Stadtteile und schafft mehr Verlässlichkeit für Unternehmen, Beschäftigte, Lieferverkehre sowie Pendlerinnen und Pendler.

Initiative will den Ausbau des Frankenschnellweges stoppen!

„Der Frankenschnellweg ist weit mehr als eine Nürnberger Straße. Er ist eine zentrale Verkehrsachse für die mittelfränkische Wirtschaft und verbindet Unternehmen, Arbeitsplätze, Kunden, Zulieferer und Logistikströme in der gesamten Region“, betont IHK-Präsident Dr. Armin Zitzmann.

Gerade für Gewerbestandorte im Nürnberger Süden, im Hafen, in Sandreuth, im Kohlenhof und entlang der Achse Nürnberg–Fürth–Erlangen ist eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur von großer Bedeutung. Deshalb wurde der Ausbau auch als eine der Forderungen im von der IHK-Vollversammlung verabschiedeten „12-Punkte-Programm Verkehr“ aufgeführt.

Nach jahrelangen Planungen, umfangreichen Prüfungen, gerichtlichen Verfahren und einer höchstrichterlichen Klärung müsse das Projekt nun in die Umsetzung kommen. Der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss und der Beginn der Ausschreibungsphase markierten den Übergang von der Debatte zum Handeln, so Zitzmann.

„Wir erleben in Deutschland viel zu oft, dass dringend benötigte Infrastrukturprojekte über Jahre geplant, geprüft, beklagt und politisch diskutiert werden. In Nürnberg wird nun kurz vor der Umsetzung der über Jahre diskutierte kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs erneut grundsätzlich infrage gestellt. Wenn wir nach langen Verfahren und höchstrichterlicher Klärung auf den letzten Metern wieder zurück auf Los gehen, verlieren wir als Standort Handlungsfähigkeit und Vertrauen. Unternehmen brauchen Verlässlichkeit. Nach abgeschlossenen Verfahren muss irgendwann auch gebaut werden. Und der Ausbau des Frankenschnellwegs ist eine lohnende Investition in die Leistungsfähigkeit unserer Region“, so Zitzmann.

Am Sonntag, 28. Juni 2026, findet der Bürgerentscheid „Lieber zurück auf Los statt Ausbau Frankenschnellweg“ statt.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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