Es geht um einen Baum...
Nachbarschafts-Zoff bei Nürnberger Kultwirt Adelo Kadir!
- Adelo Kadir hat sich einen hervorragenden Ruf als Gastronom erworben.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Peter Maskow
NÜRNBERG – Bizarrer Nachbarschaftsstreit beim bekannten Gastronomen Adelo Kadir („LaCultura“) in Gebersdorf!
Bei Facebook schreibt er: „Dieser Baum steht seit über 30 Jahren in meinem Garten. Mein Nachbar hat seine Solaranlagen erst vor ein paar Jahren gebaut. Trotzdem verlangt er jetzt Schadensersatz, weil der Baum angeblich zu viel Schatten auf die Solaranlagen wirft.“
Hintergrund ist ein achtseitiges Anwaltschreiben an den Wirt, das dem MarktSpiegel vorliegt.
Darin klagt der Anwalt des Nachbarn an:
„Insbesondere in den letzten Jahren hat sich die Situation bzgl. der auf Ihrem Grundstück (im Bereich der Außengastronomie) gepflanzten Eichenbäume für unseren Mandanten deutlich verschlechtert.“
Ein Baum stehe zu dicht an der Grenze, gefährliche Eichenprozessionsspinner würden auftreten.
Und: „Die Photovoltaikanlage unseres Mandanten ist auf eine möglichst ungehinderte Sonneneinstrahlung angewiesen, um wirtschaftlich betrieben werden zu können. Durch den fortschreitenden Wuchs der Eichen kommt es bereits jetzt zu einer deutlichen Verschattung, die sich in den kommenden Jahren erheblich verschärfen wird.“
Was sagt Adelo Kadir zu den Vorwürfen?
„Ich arbeite seit 20 Jahren hart und ehrlich für meinen Erfolg, bin einer der beliebtesten Wirte der Stadt. Solche Aktionen kann ich nicht verstehen. Der sucht wahrscheinlich einfach Ärger.“
Den Vorwurf, einen mehrfach zugesagten Baum-Rückschnitt immer wieder zu verschleppen, lässt Kadir nicht gelten: „Ich habe extra einen Fachmann aus der Nähe von Bamberg bestellt, der gekommen ist und festgestellt hat, dass er den Baum nicht schneiden darf. Das hat mich 103,50 Euro gekostet. Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“
Wie geht‘s weiter?
Der Nachbars-Anwalt fordert eine Baumfällung und/bzw. den Rückschnitt, Schadensersatz für die entgangenen Erträge der Solaranlage und 1.265,21 Honorar.
Adelo Kadir kündigt erbitterten Widerstand an: „Ich habe inzwischen mit meinem anderen Nachbarn gesprochen, der Baum war schon da, bevor das Haus nebenan gebaut wurde, er ist als Eiche mit einem Stammumfang von ca. 138 cm über 100 Jahre alt. Damit steht er laut Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg unter Schutz. Der darf gar nicht gefällt werden und auch nicht beschnitten. Mein Anwalt macht das jetzt weiter.“
Autor:Peter Maskow aus Nürnberg |
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