MarktSpiegel vor Ort: Dreharbeiten für neuen Franken-Tatort in Bamberg

Stammbesetzung mit den ,,Neuen"  Dayan Kodua (2.v.l.), und vorne Yasin El Harrouk (l.) sowie Mohamed Issa.
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  • Stammbesetzung mit den ,,Neuen" Dayan Kodua (2.v.l.), und vorne Yasin El Harrouk (l.) sowie Mohamed Issa.
  • Foto: Nicole Fuchsbauer
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Sendetermin: 9. April 2017

REGION/BAMBERG (nf) - Der neue Franken-Tatort ,,Am Ende geht man nackt" hat durchaus aktuelle Brisanz. Der neueste Fall spielt in einer Flüchtlingsunterkunft - gedreht u.a. in der Bamberger Lagarde Kaserne. Auf dem Gelände soll in naher Zukunft übrigens tatsächlich eine Unterkunft für Asylsuchende eingerichtet werden. Story: Brandanschlag in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Dabei kommt eine junge Frau in der Gemeinschaftsküche ums Leben - der Fluchtweg war versperrt. Gab es zwei Täter?

Einen Hinweis auf den oder die Täter gab es im Gespräch mit Regisseur Markus Imboden und den Schauspielern und Produzenten natürlich nicht - die Spannung soll ja auch für alle erhalten bleiben. Wahre Lobeshymnen gab es für Bamberg. Durch die Bank fanden die Tatort-Darsteller die Stadt einfach nur wunderschön, gemütlich und fühlten sich sehr wohl. Auch von der berühmt-berüchtigten Muffligkeit der Franken haben die Gäste aus Köln, Berlin oder Hamburg nichts erkennen können. Allenfalls in der Geschwindigkeit seien Unterschiede auszumachen. ,,Hier ist alles etwas langsamer und ruhiger“, so Dagmar Manzel, ,,aber das empfinde ich als sehr angenehm.“

Ein Volltreffer für alle Beteiligten auch der Drehort in der Lagarde Kaserne in Bamberg. Bei der Suche nach passenden Motiven für den aktuellen Franken-Tatort hatte man einige Städte auf der Liste. Doch schon die erste Location war ein Volltreffer: ,,Die Lagarde Kaserne entsprach 1:1 unseren Vorstellungen für das Hauptmotiv, schien quasi aus dem Buch vor unsere Füße gefallen zu sein“, so Produzent Martin Zimmermann. Für Regisseur Markus Imboden war es schnell klar: ,,Das ist es“.

Die Bearbeitung des Drehbuchs gestaltete sich schwierig. ,,Die Arbeiten an der Drehbuch-Entwicklung wurden laufend von der Realität überholt und forderten eine pausenlose Anpassung. Doch wir wollen ja, dass der Franken-Tatort möglichst aktuell sein soll“, schildert die verantwortliche Redakteurin des Franken-Tatort Stephanie Heckner. Markus Imboden meint, in erster Linie sei es ein Film, der über Menschen erzählt. ,,Im Franken-Tatort steckt sehr viel Franken, obwohl die Geschichte nicht spezifisch für Bamberg ist.“ Mit ,,Am Ende geht man nackt“ will der neue Franken-Tatort eine ,,Haltung gegen Fremdenfeindlichkeit“ demonstrieren, erklärt Autor Holger Karsten Schmidt. Stephanie Heckner nennt es ,,Geistig über den Zaun steigen“. Die Darsteller aus ,,Am Ende geht man nackt“ kommen aus Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Palästina, Marokko, Tunesien, Iran, Libanon, Ghana und dem Irak.

Soviel sei zur Story verraten: Kommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) spielt dieses Mal eine Art ,,Undercover-Agent“. Als sich der Brandanschlag in der Flüchtlingsunterkunft ereignet, ist er gerade auf dem Weg zurück aus dem Urlaub. Er war im Kaukasus bei Verwandten. Da ihn in der Flüchtlingsunterkunft noch niemand kennt, kommt er auf die Idee, sich selbst als tschetschenischer Flüchtling in der Unterkunft auszugeben. Er kann die Sprache ein bißchen (Fabian Hinrichs hat das mit einem Trainer geübt) und versucht so herauszufinden, wer ein Motiv gehabt haben könnte, die Situation mit dem Brandanschlag auszunutzen und Neyla (Dayan Kodua) den Fluchtweg aus der Speisekammer der Gemeinschaftsküche zu versperren.

Die Dreharbeiten in Bamberg laufen noch bis 9. September 2016. Zu sehen sein wird der Franken-Tatort 3 im ersten Halbjahr 2017.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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