52 Prozent haben MIgrationshintergrund
OB König: Integration bleibt auch in Zukunft in Nürnberg Chefsache
- Mit knapp 52 Prozent leben in Nürnberg jetzt mehrheitlich Menschen mit Migrationshintergrund.
- Foto: Nicole Fuchsbauer
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NÜRNBERG (pm/nf) - Der Stadtrat hat die Fortschreibung der Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt Nürnberg beschlossen. Erstmals hatte sich der Stadtrat im Jahr 2004 integrationspolitische Leitlinien gegeben; zuletzt wurde im Jahr 2018 eine Überarbeitung des Zehn-Punkte-Papiers beschlossen. Oberbürgermeister Marcus König unterstrich die zentrale Bedeutung des Themas für die Stadt mit hoher Zuwanderungsgeschichte.
„Seit ihrem Entstehen sind Städte Orte der Vielfalt. Die Stadt Nürnberg sieht es als eine ihrer zentralen Aufgaben an, in einer vielfältigen Gesellschaft den Zusammenhalt zu wahren, zwischen Einzelinteressen zu vermitteln und Ausgrenzungen zu verhindern“, heißt es in der Präambel. Grundlage kommunalen Handelns sind die Menschenrechte, zu deren aktiver Verwirklichung sich die Stadt in ihrem Leitbild verpflichtet hat – auch vor dem Hintergrund ihrer besonderen geschichtlichen Verantwortung.
Oberbürgermeister Marcus König betonte, dass die Stadt Nürnberg ihrer integrationspolitischen Linie treu bleiben werde, „auch und gerade in krisenhaften Zeiten wie diesen, in denen gesellschaftliche Debatten rund um Migration und Integration oft sehr aufgeregt und polarisiert geführt werden“. Aufgenommen wurden auch neue Aspekte wie die Benennung von „Vielfalt als Standortvorteil” im globalen Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte, wofür eine gelebte Willkommenskultur grundlegend ist. Die Selbstverpflichtung der Stadt, allen Formen von Rassismus und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten, wurde um Antisemitismus als eigenständiges Phänomen erweitert.
Der mit großer Mehrheit angenommene Beschluss des Nürnberger Stadtrats ist laut Oberbürgermeister Marcus König „ein klares Bekenntnis zum Nürnberger Weg in der Integrationspolitik, der auf Wertschätzung von Vielfalt gründet, ohne Probleme auszublenden“. Herausforderungen könnten jedoch nur gemeinsam bewältigt werden. Eine Schlüsselrolle spiele hierbei der Dialog – mit und zwischen den Communities mit Zuwanderungsgeschichte, in Gremien wie dem Kuratorium für Vielfalt und Zusammenhalt, aber auch vor Ort in den Stadtteilen, beispielsweise beim Dialogformat „Lass uns reden!“ mit der Stadtspitze in den Quartieren.
Die „Koordinierungsgruppe Integration“ der Stadtverwaltung hat die Leitlinien im Dialog mit dem Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung weiterentwickelt. Am 24. Juli 2025 hat die Kommission für Integration des Stadtrats sie bereits gutgeheißen.
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